Fragen und Antworten


Warum ist der Klimawandel Pseudowissenschaft, was ist das, und warum ist es gefährlich?
Wer erfand den CO2-Treibhauseffekt, und was ist er genau?
Was ist mit den schmelzenden Gletschern?
Droht nicht beispielsweise Spanien bereits Wassermangel durch den Klimawandel?
Was motiviert die Klimatisten?
Was sagen die Meteorologen zu alledem?
Gab es gar keine Meteorologen in jenen Klima-Forschungsprogrammen?
Warum berührte der Schutz der Ozonschicht nicht die Komplexität der Atmosphäre?
Welche Alternativen zur Atomkraft haben wir auf lange Sicht?
Was kann ich tun?
Ist diese Website nicht selbst pseudowissenschaftlich, da sie sich an die allgemeine Öffentlichkeit wendet?
Was verursachte die globale Erwärmung von einem halben Grad seit 1980?
Fukushima ist nicht so gefährlich, wo ist also das Problem?


F: Warum ist der Klimawandel Pseudowissenschaft, was ist das, und warum ist es gefährlich?

A: (Hier geht es um die Eigenschaften von Pseudowissenschaft, einschließlich der politischen Folgen wie der Verfolgung von Dissidenten, unter Bezug auf die Theorie des Klimawandels. Die Theorie selbst wird nicht hier besprochen, sondern weiter unten. Klicken Sie hier, wenn Sie diesen Teil zunächst überspringen möchten.)

Pseudowissenschaft ist gekennzeichnet durch nichtwissenschaftliche Inhalte, die in wissenschaftlicher Sprache abgefaßt sind. Wissenschaft ist heute hoch angesehen, und so ist es verständlich, daß viele sich als Wissenschaftler ausgeben wollen, um ihre Ideen zu verbreiten. Aber in Wirklichkeit sind Pseudowissenschaftler getarnte Philosophen. Um ihre vorgefaßten Überzeugungen und Dogmen zu „beweisen“, verwenden sie selektiv nur solche empirischen Daten, die zu ihren Theorien passen. Es scheint geradezu, als könne man so fast alles „beweisen“. Ein bekanntes Beispiel ist heute der Kreationismus, bei dem die Theorien wörtlich aus der Bibel genommen werden (wie etwa die Erschaffung der Welt in sechs Tagen), und dann „wissenschaftlich bewiesen“ werden.

Ein anderes gutes Beispiel, diesmal für echte Wissenschaft, ist Albert Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie. Diese Theorie begann als eine Idee im Kopf eines Physikers, der niemals experimentiert hatte. Man könnte glauben, es handle sich um reine Pseudowissenschaft. Die Theorie ist so unplausibel wie nur möglich; kaum jemand konnte sie begreifen. Sogar die anderen Physiker (darunter auch Einsteins Freund Max Planck) waren viele Jahre lang skeptisch. Doch schließlich konnte die Theorie bewiesen werden, als während einer Sonnenfinsternis ein Stern, der in Wirklichkeit hinter der Sonne stand, neben ihr gesehen werden konnte, so daß Licht wirklich vom Schwerefeld einer gewaltigen Masse (der Sonne) gekrümmt werden konnte. Die Natur hatte die Idee eines Genies bestätigt. – Einstein formulierte seine Theorie in mathematischer Sprache, die nur Wissenschaftler verstehen konnten. Pseudowissenschaftler dagegen wenden sich immer an die allgemeine Öffentlichkeit. Sie halten sich sowohl von der Natur als auch von den richtigen Wissenschaftlern so fern wie nur möglich, weil sie nur allzu gut wissen, daß ihre Theorien vor beiden nicht bestehen können. Sie verstehen nichts von Mathematik (oder von irgend etwas); ihr einziges Interesse ist es, ihre Theorien so plausibel wie möglich zu machen, um so viele Menschen wie möglich zu überzeugen. Gerade dieses Verhalten ist typisch für Philosophen, die Anhänger gewinnen wollen. – Echte Wissenschaftler sagen: „Ob eine Theorie plausibel ist oder nicht, spielt keine Rolle; es kommt einzig darauf an, daß sie mit der Natur übereinstimmt.“ Pseudowissenschaftler sagen: „Die Natur ist uns egal. Eine Theorie ist wahr, wenn sie so plausibel klingt, daß viele Menschen sie glauben.“ – Echte Wissenschaftler sagen: „Wir lieben die Natur. Wir sind neugierig auf sie und wollen sie besser verstehen.“ Pseudowissenschaftler sagen: „Wir lieben nur uns selber. Wir benutzen die Natur und die ‚Wissenschaft‘ nur für unsere persönlichen Ziele, wie Geld, Macht, Ruhm, oder um zu erreichen, daß die Menschen an die Bibel glauben.“

Oft führt Pseudowissenschaft zu Sekten, wie auch andere philosophische oder religiöse Bekenntnisse. Die richtige Wissenschaft wird von solchen Sekten als Verschwörung zur Vertuschung der „Wahrheit“ gesehen. Pseudowissenschaft dieser Art kann meist am Ton ihrer Sprache erkannt werden: er ist mehr wie ein Predigen; man kann immer die feste Absicht spüren, ein bestimmtes, vorgefaßtes Ergebnis zu erreichen (und den Leser davon zu überzeugen), anstatt offen zu sein und die Natur entscheiden zu lassen. Für gewöhnlich erklären die Pseudowissenschaftler lang und breit, wie sie diese wunderbare neue Theorie gefunden haben, wie aber die „etablierten Wissenschaftler“ sie ignorieren, angeblich nicht aus wissenschaftlichen Gründen, sondern aus Neid, weil sie nicht selbst darauf gekommen sind. Da die Pseudowissenschaftler nichts gelernt haben, können sie die Einwände der richtigen Wissenschaftler gar nicht einmal verstehen (wenn diese sich überhaupt mit ihnen abgeben).

Sind Pseudowissenschaftler mächtig genug, können sie wirkliche Wissenschaftler, die nicht mit ihnen übereinstimmen, sogar verfolgen, so wie die Anhänger der geozentrischen Pseudowissenschaft (bei der die Erde das Zentrum des Universums ist) Galilei verfolgten, mit der Drohung, ihn zu verbrennen. Die Philosophen der globalen Erwärmung – die glauben, das atmosphärische Kohlendioxid (CO2) verursache eine Klimakatastrophe – übernehmen bereits diese üble Angewohnheit, indem sie Skeptiker als „Klimaleugner“ und „politisch unkorrekt“ beschimpfen, und sie beruflich diskriminieren, dies traurigerweise besonders an Universitäten. Bücher und Artikel von Dissidenten werden nicht mehr veröffentlicht. Das ging auch Galilei so, doch während damals der Vatikan der Zensor war, zensieren sich heute die Medien selbst, aus Angst, „politisch unkorrekt“ zu sein. Politiker rufen ausdrücklich zum Boykott von „Klimaleugnern“ auf, wie 2006 die damalige britische Außenministerin Margaret Beckett, die diese sogar mit islamischen Terroristen verglich. (Es braucht wohl kaum erwähnt zu werden, daß Beckett von der Physik der Atmosphäre ebensowenig versteht wie Al Gore, Angela Merkel oder die anderen „Klimaschützer“. Sie alle verlassen sich auf ein paar wenige sogenannte „Experten“, wie etwa den Ozeanographen Roger Revelle, der 1967 an der Harvard-Universität dem 19-jährigen Gore und anderen Studenten ohne jegliche Vorkenntnisse die Erwärmungstheorie in einem Crashkurs beibrachte. Dabei mußte er freilich die meteorologischen Einzelheiten weglassen, von denen er als Nichtmeteorologe nichts wissen konnte, und die sein Publikum auch nicht verstanden hätte, wodurch beide Seiten nicht wußten, worum es eigentlich ging. Es ist nach wie vor ein Rätsel, wie sich eine der weltbesten Universitäten auf solch erbärmlichen Dilettantismus einlassen konnte.) – Verfolgung, Drohungen, Diskriminierung, Zensur und Gewalt sind sichere Anzeichen für Pseudowissenschaft, oder allgemein für Ideologie. In der echten Wissenschaft hingegen ist keine Verfolgung nötig, damit eine Theorie akzeptiert wird; jeder Wissenschaftler kann sie an der Natur testen und ihre Gültigkeit untersuchen. Hier ist die Natur der oberste Richter, nicht menschliche Autoritäten. – Um den Begriff „Pseudowissenschaft“ weiter zu klären, sollte noch erwähnt werden, daß er nur für schlechte Naturwissenschaft verwendet wird. Der Marxismus war auch schlechte Wissenschaft, aber er war schlechte Sozialwissenschaft, und kann deshalb nicht „Pseudowissenschaft“ genannt werden. Abgesehen von diesem Unterschied haben Marxismus und „Klimatismus“ aber viel gemeinsam: beide sind Ideologien, und beide rechtfertigen Verfolgung von Dissidenten und Zensur um der angeblich „guten Sache“ willen, obwohl die Geschichte klar zeigt, daß solche Maßnahmen später immer als falsch erkannt werden. Es wurde von manchen vermutet, daß viele, die in den späten 1980er Jahren vom Marxismus enttäuscht waren, sich dem Klimatismus zuwandten, weil sie nicht anders als ideologisch denken können, und weil sie emotional das Gefühl brauchen, daß die Menschheit gegen irgend etwas zusammensteht, wenn schon nicht mehr gegen den Kapitalismus, dann doch wenigstens gegen das CO2.

Ich selbst bin Informatiker, studierte aber nebenbei auch ein Stück weit Meteorologie an der Universität (das war, Gott sei Dank, bevor die Klimaphilosophen die Macht übernahmen!). Aus meiner Sicht ist Pseudowissenschaft im allgemeinen gefährlich, weil sie die Fähigkeit zu wirklich wissenschaftlichem Denken verdirbt, und weil wir echte Wissenschaftler brauchen. Daher geht es bei dieser Website zum Teil darum, den Unterschied zwischen Wissenschaft und Pseudowissenschaft zu erklären. (Wenn Sie mehr über meinen Hintergrund erfahren möchten, gehen Sie bitte zu der Rubrik „Über mich“. Dort beschreibe ich auch, wie aus einer einfachen wissenschaftlichen Hypothese ein pseudowissenschaftliches Dogma werden konnte.)

Die Klima-Pseudowissenschaft im besonderen ist gefährlich, weil sie zwangsläufig zur Atomkraft führt, die „klimafreundlich“ sein soll, weil dabei kein CO2 ausgestoßen wird. Dafür wird Atommüll erzeugt, der viele tausend Jahre lang tödliche Strahlung abgibt, und den Tausende von Generationen bewachen, verwalten und vor Naturkatastrophen und Terroristen schützen müssen. Hier in Deutschland (und wahrscheinlich auch in anderen Ländern) wurde die Atomkraft vor Jahrzehnten gestoppt nicht durch ein paar tausend Umweltaktivisten, sondern dadurch, daß sich die Bevölkerung immer mehr hinter sie stellte. Die Bevölkerung wird das nicht mehr tun, wenn die Menschen überzeugt sind, daß konventionelle Kraftwerke zu einem Klimakollaps führen. Sie werden dann die Atomkraft für das kleinere Übel halten. Die Aktivisten scheinen die Illusion zu haben, sie könnten in der Zukunft die Atomkraft ganz allein stoppen, und sogar gegen die Bevölkerung, andernfalls würden sie schleunigst aufhören, die Klimatheorien zu propagieren. Zu zeigen, warum diese sowieso falsch sind und reine Pseudowissenschaft, ist das zweite (und hauptsächliche) Anliegen dieser Website. – Was die Umweltaktivisten angeht, sind mir ihre Motive nicht klar. Vielleicht denken sie, je mehr Umweltgefahren sie aufzeigen, desto mehr Menschen entwickeln ein Umweltbewußtsein. Oder vielleicht denken sie überhaupt nichts. Mein persönlicher Verdacht ist, daß die Atomindustrie die Klimaphilosophie seit langem im geheimen gefördert und ihren Propagandaapparat finanziert hat, und die nichtsahnenden Aktivisten nur benutzte, wohl wissend, daß diese sich blindlings auf alles stürzen würden, das auch nur entfernt wie Umweltschutz aussieht. Und die Rechnung ging auf: die ehrlichen und wohlmeinenden Umweltschützer, die den gerissenen, propagandistisch geschulten PR-Strategen nicht gewachsen waren, tappten in die Falle, schluckten den Köder und sind nun selbst die Wegbereiter für die Atomkraft. Doch genug davon; diese Website soll nicht von Verschwörungstheorien handeln, sondern von Wissenschaft. – Immerhin kann man mit Sicherheit sagen, daß niemand aus wissenschaftlichen Gründen an den Klimakollaps glaubt, sondern weil er die Theorie liebt, weil sie ihn glücklich macht. (Ähnlich wählen sich Menschen ihren Lieblingsphilosophen.) Einige lieben sie vielleicht, weil sie ihre langjährige Überzeugung bestätigt, der üble Mensch mache die Erde kaputt; wir alle sind froh, wenn unsere Überzeugungen immer wieder einmal bestätigt werden. Andere mögen besonders empfänglich für Propaganda sein, oder sie wollen der großen Gemeinde der Klimagläubigen angehören, und nicht mehr als „politisch unkorrekt“ beschimpft werden. (Es mag noch weitere Gründe geben.)

Die Klimagläubigen beschaffen sich alle Informationen von den „Experten“ des Klimakollapses; andere Quellen werden ausgeblendet. Dabei geht es jedoch nicht darum, wirklich Wissenschaft zu studieren, sondern sich mit Argumenten zu versorgen, um diese in rhetorischen Streitgesprächen gegen Ungläubige einsetzen zu können. Diese Methode der ideologischen Kriegführung ist aus der Politik wohlbekannt. Die Gläubigen haben nicht die leiseste Ahnung von der Gasgleichung, dem Daltonschen Gesetz oder der Corioliskraft. Warum sich die Mühe machen, wirklich etwas über die Atmosphäre zu lernen? Es ist viel bequemer, die Parolen der Experten-Gurus nachzuplappern (in der falschen Annahme, diese hätten ihre Hausaufgaben gemacht), und Aufmärsche und Popkonzerte „für das Klima“ zu organisieren. – So können wir aus alledem schließen, daß Pseudowissenschaft vieles sein kann: Philosophie, Ideologie, Politik, Rhetorik, Ignoranz, Aufmärsche, Popkonzerte, Propaganda und Verfolgung – niemals aber wirkliche Naturwissenschaft.

Es gibt übrigens noch ein anderes Phänomen, das leicht mit Pseudowissenschaft verwechselt werden kann: die Populärwissenschaft. Wissenschaftsjournalisten wenden sich auch an die allgemeine Öffentlichkeit, aber in völlig anderer Weise als Pseudowissenschaftler: Sie gehen nie davon aus, daß ihr Publikum wissenschaftliche Inhalte beurteilen könne, und versuchen daher nie jemanden von irgend etwas zu überzeugen. Sie sagen: „Experten haben diese Theorie gefunden. Wir können ihre Gültigkeit nicht beurteilen, und ebensowenig kann dies unser Publikum. Aber wir erklären sie der Öffentlichkeit in populärer Sprache, damit jeder eine Vorstellung davon bekommen kann, und so teilhaben kann am Fortschritt der Wissenschaft. Wer allerdings die Gültigkeit der Theorie beurteilen will, muß sich erst an einer Universität immatrikulieren und Experte werden.“ (Pseudowissenschaftler sagen: „Man braucht keine blöde Universität, um meine wunderbare neue Theorie zu beurteilen. Die faulen Professoren mästen sich doch nur an unseren Steuern. Wer meine Theorie hört, weiß sofort, daß sie wahr ist. So wunderbar ist meine Theorie.“) – Populärwissenschaft gibt es nun schon lange, und wahrscheinlich hatten alle heutigen Experten ihre erste Begegnung mit Wissenschaft durch Populärwissenschaft. Diese Website ist auch populär, indem sie Erläuterungen einfach hält, und frei von Mathematik. Daran ist nichts Schlimmes, sofern die einfachen Erläuterungen gestützt werden durch wirkliche Wissenschaft und wirkliche Mathematik, erforscht und gelehrt von wirklichen Experten an wirklichen Universitäten. (Siehe auch hier.)


F: Wer erfand den CO2-Treibhauseffekt, und was ist er genau?

A: Die Erdoberfläche gibt Wärmestrahlung ab („Schwarzkörperstrahlung“ in der Physik): die terrestrische Strahlung. Sie ist in den Weltraum gerichtet, doch muß sie zunächst die Atmosphäre durchqueren. Diese besteht aus vielen verschiedenen Gasen, von denen einige (vor allem der Wasserdampf) imstande sind, Teile des Spektrums der terrestrischen Strahlung zu absorbieren und in Wärme zu verwandeln. Diese Gase werden volkstümlich „Treibhausgase“ genannt, wegen der entfernten Ähnlichkeit ihrer Wirkung mit den Strahlungsvorgängen in einem Gewächshaus. Die Atmosphäre gibt wie jeder physikalische Körper selbst Wärmestrahlung ab, von der ein Teil auf die Erdoberfläche gerichtet ist und diese erwärmt; dieser Teil wird atmosphärische Gegenstrahlung genannt. Auf diese Weise bleibt Energie zwischen der Erde und der Atmosphäre gefangen. – Der andere Teil der atmosphärischen Strahlung ist in den Weltraum gerichtet, und ist verantwortlich für 89 Prozent aller Wärme, die uns verläßt, während 11 Prozent direkt von nichtabsorbierter terrestrischer Strahlung stammen. (Im Weltraum ist Strahlung die einzige Möglichkeit, Energie zu transportieren; Wärmeleitung und Konvektion erfordern Materie!) – Manche meteorologischen Laien, insbesondere Chemiker, mit ihrer extrem vereinfachten Vorstellung von der komplexen Atmosphäre, glauben, daß die globalen Temperaturen von den Mengen der „Treibhausgase“ abhängen, besonders von der des Kohlendioxids (CO2), obwohl nur einer von 2600 Volumenteilen der Atmosphäre CO2 ist (weshalb dieses ein Spurengas genannt wird).

Es gibt keinen wirklichen Hinweis darauf, daß die Mengen von Spurengasen jemals die globalen Temperaturen beeinflußt haben; dies bleibt Spekulation. Manche spekulieren, es gebe zwar diesen Einfluß, doch sei das Absorptionsband des CO2 bereits „ausgeschöpft“, wodurch zusätzliches CO2 nichts mehr ändern könne. Wie jedoch wirkliche Meteorologen aufzeigten, sind alle derartigen Spekulationen wenig bis gar nichts wert, weil sie alle die Komplexität der Atmosphäre nicht berücksichtigen (davon wird später die Rede sein!).

Die Hypothese, ein durch den Menschen verursachter erhöhter CO2-Gehalt der Atmosphäre könne zu einer Klimakatastrophe führen, geht auf die 1950er Jahre zurück, unter anderen auf diese Veröffentlichung des Ozeanographen Roger Revelle und des physikalischen Chemikers Hans Suess. Die beiden Nichtmeteorologen waren aber nicht die Begründer der CO2-Treibhaustheorie; diese war damals schon lange bekannt, und wurde bereits Jahrzehnte zuvor auf die Venusatmosphäre angewandt. Das scheint gut funktioniert zu haben, doch was die Erde anbelangt, dürfen wir nicht vergessen, daß ihre Atmosphäre völlig verschieden von der der Venus ist: Auf einem Quadratzentimeter der Venusoberfläche lastet (überschlägig) 200000 mal mehr CO2 als auf einem Quadratzentimeter auf der Erde. – Noch früher entwickelte der physikalische Chemiker und Nobelpreisträger Svante Arrhenius (ebensowenig ein Meteorologe wie Revelle oder Suess!) eine Theorie, nach der die Eiszeiten durch einen verminderten CO2-Gehalt der Atmosphäre entstanden sein sollten. Dieser wiederum sollte auf verminderter vulkanischer Tätigkeit beruhen, denn Vulkane stoßen unter anderem auch viel CO2 aus. Unklar blieb dabei, warum so viele Vulkane gleichzeitig ihre Tätigkeit einstellen sollten, denn das entspricht nicht unserem Verständnis des Vulkanismus. (Daneben gibt es auch die bekanntere umgekehrte Theorie, nach der gerade ein gewaltiger Vulkanausbruch eine Eiszeit auslösen könnte, so wie der Tambora-Ausbruch das „Jahr ohne Sommer“ 1816.)

Wie aber kam Arrhenius ausgerechnet auf das CO2? Daß wir heute darauf kommen, ist klar: Wir müssen unser Augenmerk auf Substanzen richten, die wir in das „System Erde“ einbringen, und sie auf etwaige Schädlichkeit untersuchen. Bezüglich der Atmosphäre ist das CO2, das Verbrennungsprodukt der fossilen Brennstoffe, eine dieser Substanzen (andere sind das Ozon oder das von den atomaren Wiederaufbereitungsanlagen ausgestoßene radioaktive Krypton 85, die zwar für uns schädlich sind, von denen aber niemand je eine Klimarelevanz behauptete). – Dieses Umweltschutzdenken war aber vor über hundert Jahren noch völlig unbekannt; außerdem war damals der CO2-Anstieg noch nicht auffällig. Arrhenius kann also kaum an eine menschengemachte Klimaveränderung gedacht haben, sondern wirklich nur an die Eiszeiten. – Warum also gerade das unauffällige Spurengas CO2? Es ist ja nicht einmal besonders effizient als „Treibhausgas“, denn es absorbiert nur ein schmales Band des Spektrums der terrestrischen Strahlung (bei etwa 15 Mikrometer Wellenlänge), während der Wasserdampf (gasförmiges Wasser, „Luftfeuchtigkeit“) große Teile des Spektrums abdeckt. Nicht nur ist er das bei weitem bedeutendste „Treibhausgas“, sondern er spielt eine weitere wichtige Rolle in der Energetik der Atmosphäre: 1,6 Liter Wasser, als Luftfeuchtigkeit in der Atmosphäre verteilt, enthalten eine Kilowattstunde latente Energie (Verdampfungswärme), die dort zu Wärme wird, wo die Luftfeuchtigkeit zur Wolke kondensiert. (Aus diesem Prozeß beziehen z.B. die Hurrikane ihre Energie.) Wolken wiederum beeinflussen den Energiehaushalt des Systems Erde-Atmosphäre, indem sie das Sonnenlicht reflektieren, und uns dadurch Energie entziehen. – Die heutigen Klimaphilosophen sagen: Der Wasserdampf war schon immer da, aber das viele CO2 ist neu. Sie stellen sich vor (und auch Arrhenius tat dies offenbar), wenn man ein Element in der Atmosphäre (das CO2) isoliert verändere, könnten dennoch alle anderen Elemente gleich bleiben. In einem komplexen System wie der Erdatmosphäre ist das aber unmöglich, denn alle Elemente sind untrennbar miteinander verkoppelt. Es könnte also durchaus sein, daß ein höherer CO2-Gehalt – wie der theoretische Meteorologe Heinz Fortak vorschlug – letztlich etwas mehr Bewölkung bewirkt (wenig wäre hier schon viel, denn immerhin 24 Prozent der einfallenden Sonnenstrahlung gehen uns durch Reflexion an Wolken verloren), und damit seinen eigenen „Treibhauseffekt“ ausgleicht.

Die Komplexität der Atmosphäre geht aber noch viel weiter, denn alles, was sie berührt, kann sie beeinflussen, wie etwa Pflanzen, Tiere (vielleicht sogar Schmetterlinge, siehe unten), Berge und besonders die Ozeane. Sie tauschen ständig Energie und Gase (hauptsächlich Wasserdampf, aber auch z.B. CO2) mit der Atmosphäre aus. Der Mathematiker und Computerpionier John von Neumann hatte zweifellos recht, die Atmosphäre das zweitkomplexeste System zu nennen, das wir kennen, nach dem menschlichen Gehirn. Und wie das Gehirn ist das „System Atmosphäre“ hochgradig nichtlinear, was bedeutet, daß die Proportionalität von Ursache und Wirkung verletzt scheint (was natürlich nicht wirklich stimmt; auf einer gewissen Ebene bleibt sie gültig!). Nichtlinearität bedeutet, daß kleinste Ursachen zu größten Wirkungen führen können, wofür das bekannteste Beispiel der Schmetterling ist, der den Tornado auslöst. Natürlich hat niemand je dergleichen beobachtet; Tatsache ist jedoch, daß ein kleiner Unterschied in einem gegebenen Zustand der Atmosphäre zu einem großen Unterschied in einem späteren Zustand führen kann. Diese Eigenschaft macht Prognosen der Atmosphäre so schwierig. Niemand kann z.B. einen Hurrikan voraussagen, bevor er sich gebildet hat, und selbst danach kann sein zukünftiges Verhalten nicht für mehr als etwa einen Tag vorausgesagt werden, jedenfalls nicht verläßlich. – Die Wikipedia bemerkt dazu: „Das Wetter ist berühmt für seine Nichtlinearität, bei der einfache Änderungen an einem Teil des Systems komplexe Wirkungen über das gesamte System erzeugen.“

Wenn ein System so komplex ist, daß wir theoretisch nicht weiterkommen, müssen wir zum Experiment greifen. Da wir die komplexe Atmosphäre nicht im Labor nachstellen können (jedenfalls nicht aussagekräftig), müssen wir die richtige Atmosphäre künstlich mit CO2 anreichern, und dann ihre Reaktion beobachten. Dieses Experiment führt die Menschheit gerade durch, obwohl natürlich die Verbrennung der fossilen Brennstoffe nicht als Experiment gedacht ist, sondern der Energiegewinnung dient. Das bisherige Ergebnis ist niederschmetternd für die CO2-Theorie, denn es gab nur eine geringe globale Erwärmung für einige Zeit, und heute haben wir eine globale Abkühlung, trotz des weiterhin gleichmäßig steigenden CO2-Gehalts.

Unsere Atmosphäre hat gesprochen. Wir können das Ergebnis hochmütig hinwegreden, weil wir es theoretisch nicht verstehen. Oder wir können einfach dankbar sein, daß unsere Atmosphäre unsere Aktivitäten so gut toleriert, und sozusagen „Verständnis hat“ für unseren Energiebedarf. Wir können das als eine der unzähligen Gaben ansehen, die die Natur uns schenkt.

Ein sehr weiser Mann sagte einmal: „Hätte die Menschheit mit dem Verdauen gewartet, bis sie die Verdauung theoretisch versteht, so wäre ihre Entwicklung nicht möglich gewesen. Die Menschen mußten resolut darauf los verdauen, und das theoretische Verständnis einer späteren Zeit überlassen.“

Vielleicht noch ein Wort zu Svante Arrhenius: Er war ein wahrhaft genialer Schöpfer ungewöhnlicher und teils skurriler Ideen, auf den verschiedensten Gebieten. Wir brauchen solche Menschen: Selbst wenn sich 9 von 10 solcher Geistesblitze später als Hirngespinste erweisen, könnte doch der zehnte eine wissenschaftliche Revolution auslösen. Wir müssen uns nur hüten, solche Hypothesen als „absolute Wahrheiten“ zu nehmen. Hier einige Kostproben: 1) Arrhenius schlug vor, die Erde habe einen Schweif (wie ein Komet, nur extrem dünn). Dieser sollte den Gegenschein erklären, ein astronomisches Phänomen. 2) Arrhenius war der Hauptvertreter der „Panspermie“, nach der im Weltall frei schwebende Bakteriensporen neue Planeten besiedeln sollten. Er berechnete die optimale Teilchengröße dafür, und verglich sie mit der mittleren Sporengröße. Sporen von der Erde sollten Mars in 20, und Jupiter in 80 Tagen erreichen. 3) Arrhenius versuchte die wechselnden Farben des Mars als Ergebnis chemischer Reaktionen zu erklären. Dies zeigt wiederum seine Tendenz, die er wahrscheinlich mit vielen Chemikern teilt, alles auf Chemie zu reduzieren. Beim Mars könnte das immerhin sogar funktionieren, während die Reduktion der hochkomplexen Erdatmosphäre auf eine einzelne chemische Substanz (CO2) ganz einfach dilettantisch und lachhaft ist. – Natürlich erhielt Arrhenius seinen Nobelpreis nicht für solche Theorien, oder für seine CO2-Spekulation. Tagsüber, auf seinem eigenen Gebiet, war er ein brillanter Wissenschaftler, der bedeutende Entdeckungen machte. Nach Feierabend spekulierte er und erfand neue Theorien, so wie andere zum Kegeln gehen.


F: Was ist mit den schmelzenden Gletschern?

A: Schmelzende Gletscher an irgendeinem Ort der Erde sind kein Anzeichen für eine künftige Klimakatastrophe. Regionale Schwankungen der Temperatur haben nichts mit globaler Erwärmung zu tun. Der Sommer 03 war in Mitteleuropa um mehrere Grad zu warm, der Winter 09/10 um mehrere Grad zu kühl. Diese durch die Eigenschaften der atmosphärischen Zirkulation bedingten Schwankungen sind um ein Vielfaches stärker als die in Hundertstelgraden (pro Jahr) gehandelte durchschnittliche Veränderung des globalen Mittelwerts. Wenn in einer Region Gletscher schmelzen, so liegt das nicht an der geringfügigen globalen Erwärmung von ein paar Zehntelgrad in den letzten Jahrzehnten (diese würde nicht ausreichen), vielmehr war es dort in den letzten Monaten oder Jahren zirkulationsbedingt (erheblich) zu warm. Dafür waren dann andere Regionen kühler als normal, denn das globale Mittel ist ja – verglichen mit den starken zirkulationsbedingten Schwankungen – fast konstant. Anders gesagt: Gletscher schmelzen durch eine Veränderung in der Verteilung der Wärme, nicht durch eine globale Temperaturänderung.

Ein historischer Fall eines solchen Effekts ist die Polerwärmung vor 100 Jahren: Wie jeder Meteorologe und jeder Geologe irgendwann einmal gelernt haben muß, schrumpfte zwischen 1890 und 1940 die Dicke des arktischen Eises um ein Drittel, die bedeckte Fläche um 10 bis 15 Prozent. Dies hatte nichts mit einer globalen Erwärmung zu tun, sondern mit einer zeitweiligen Intensivierung der globalen Zirkulation der Atmosphäre. Beide Polargebiete brauchen (und bekommen durch die Zirkulation) Energie aus niedrigeren Breiten, und eine stärkere Zirkulation liefert mehr davon, was zu einer lokalen Erwärmung der Polargebiete führt, auf Kosten der niedrigeren Breiten, indem die Atmosphäre mehr „umgerührt“ wird. Ab 1940 schwächte sich die Zirkulation ab, die Polargebiete waren wieder mehr „auf sich selbst gestellt“, und das arktische Eis wuchs so schnell zurück, daß in den 1970er Jahren eine neue Eiszeit befürchtet wurde. (Witzigerweise erhielt etwa zur gleichen Zeit Al Gore seine Treibhausbelehrung durch Roger Revelle!) Keinesfalls könnte all dies etwas mit CO2 zu tun gehabt haben, allein schon deshalb nicht, weil es noch relativ wenig davon gab. Außerdem setzte es seinen Anstieg nach 1940 fort. (Die Polerwärmung kam wahrscheinlich schon früher öfters vor, wurde aber noch nicht beobachtet.)

Was globale (nicht lokale) Erwärmung und CO2 angeht, stehen zwei Tatsachen unumstößlich fest:

1. Der CO2-Gehalt der Luft hat in den letzten 200 Jahren um die Hälfte zugenommen.

2. Der reale globale Temperaturverlauf der Atmosphäre in diesem Zeitraum entspricht nicht einmal annähernd dem aus diesem enormen CO2-Anstieg theoretisch (unter Laborbedingungen) zu erwartenden.

Daraus folgt

3., daß die noch wenig verstandene, hochkomplexe freie Atmosphäre anders auf CO2 reagiert als das Labor. Entweder verfügt sie über Mechanismen – noch unbekannte oder bislang unterschätzte –, die stärker sind als der „Treibhauseffekt“ des CO2, oder es gibt einen anderen Grund für diese empirische Tatsache. Nichts weist darauf hin, daß die Atmosphäre ihre „Immunität“ gegenüber dem CO2 plötzlich verlieren könnte. Die Erwärmungspropheten ignorieren diese Immunität und erstellen deshalb heute die gleichen Prognosen von 5 Grad pro Jahrhundert wie vor 30 Jahren, obwohl diese bereits jämmerlich fehlschlugen, denn über ein halbes Grad kam die Erwärmung kaum hinaus, und inzwischen haben wir sogar eine globale Abkühlung. Insofern wird auch immer zweifelhafter, ob das halbe Grad überhaupt mit dem CO2 zusammenhängt (als zwar stark abgeschwächte Wirkung, aber immerhin), denn natürliche Schwankungen der globalen Temperatur hat es immer gegeben, auch abgesehen von den Eiszeiten. Über deren Ursache wie auch über die der kleineren Schwankungen gibt es bis heute nur Spekulationen.

Jedem ernsthaften Naturwissenschaftler muß inzwischen klar sein, daß die Hypothese der CO2-bedingten Wärmekatastrophe gescheitert ist, auch wenn er sich das nicht offen zu sagen traut. Das Problem ist ja nicht, daß die Hypothese einmal aufgestellt wurde. Wissenschaftler stellen täglich Hypothesen auf, und verwerfen sie wieder, wenn sie sich nicht bestätigen. Das Problem ist, daß sich in diesem Fall wissenschaftliche Laien darauf stürzten, die die Hypothese für eine gesicherte Tatsache hielten. Zunächst waren das umweltbewegte Idealisten, die gleichgültige oder (mutmaßlich) von Interessenverbänden bezahlte „Klimaleugner“ in einen Topf warfen mit Skeptikern, die ernste wissenschaftliche Zweifel hatten (und schließlich recht behielten). Diesen blinden und aggressiven Idealismus machten sich später Politiker und Geschäftemacher zunutze. So wurde aus einer wissenschaftlichen Hypothese Ideologie, politisches Programm und Wirtschaftsfaktor. Nun glaubt man nicht mehr zurück zu können, aus Angst, Gesicht und Geld zu verlieren. Lieber setzt man auf Atomkraft und leitet die nukleare Verseuchung des Planeten ein, in der Hoffnung, diese nicht mehr selbst erleben zu müssen. (Paradoxerweise sind gerade die Umwelt-Idealisten maßgeblich mit schuld daran: Wissenschaftliche Ignoranz kann aus edelsten Umweltschützern ärgste Umweltfeinde machen, so im Fall von Greenpeace, die bis heute, unbelehrbar durch die Natur, auf ihrer Erwärmung beharren, in der lächerlichen Hoffnung, die Menschheit von Kraftwerken und Zivilisation überhaupt abbringen zu können.) – Um nun die Bevölkerung erwärmungsmäßig bei der Stange zu halten, sendet man „Wärmereporter“ aus, die überall in der Welt nach Orten suchen sollen, die zirkulationsbedingt gerade besonders warm sind, um diese dann als „Beweis“ für die künftige Katastrophe vorzuführen. In Mitteleuropa waren die mobilen Wärmereporter vor allem im Sommer 03 und im warmen April 07 zu Gast; im kalten Winter 09/10 ließen sie sich hier nicht blicken. Vielleicht waren sie in Vancouver, denn bei den Olympischen Winterspielen dort wurde über zu warmes Wetter geklagt. Es handelt sich dabei um die gezielte Selektion von Daten zu einem bestimmten Zweck, die für Pseudowissenschaften so typisch ist. Wer davon überzeugt ist, bei Vollmond ändere sich stets das Wetter, merkt sich nur diejenigen Fälle, in denen das eintrat. Es kommt ja auch tatsächlich immer wieder einmal vor, und ebenso läßt sich immer wieder da und dort ein schmelzender Gletscher finden.

Eine globale Erwärmung ist vergleichbar dem Eintreffen der Flut an einer Küste mit hoher Brandung: Jeder Wellenkamm ist ein bißchen höher als der letzte, jedes Wellental ein bißchen weniger tief als das letzte. Ein Beobachter nimmt nicht das Ansteigen des Wassers wahr, sondern nur die Wellen (die im Beispiel den zirkulationsbedingten Schwankungen entsprechen). Der „Wärmereporter“ entspricht dann einem, der immer auf die Wellenkämme zeigt und ruft: „Da kommt die Flut!“, und die Wellentäler ignoriert. Die wirkliche Flut zeigt sich aber erst über längere Zeit in einer allmählichen Anhebung des gesamten „Systems“. Entsprechend können wir auch eine globale Erwärmung nicht bemerken; wir nehmen einzig die „Wellen“ der atmosphärischen Zirkulation wahr, in Form von warmen, kühlen, trockenen und feuchten Perioden. An einem Beispiel: Daß wir an einem heißen Sommertag, an dem wir 1980 35 Grad gehabt hätten, heute unter sonst gleichen Bedingungen 35½ Grad haben, können wir nicht bemerken; dies kann nur mit statistischen Methoden festgestellt werden. Sehr wohl bemerken wir es aber, wenn einige Tage später durch eine Umstellung der Zirkulation die Höchsttemperatur nur noch 15½ (1980: 15) Grad beträgt (was die überstürzte Abreise der Wärmereporter zur Folge hat). – Zwar versuchte man zu Propagandazwecken eine selbst geringe globale Erwärmung mit Eigenschaften der Zirkulation in Verbindung zu bringen (mehr Stürme usw.), doch gelang dies nicht überzeugend (z.B. blieb die „Katrina“-Hurrikan-Saison 2005, die damals als Beginn des Klimakollapses verkauft wurde, eine einmalige Episode). Allenfalls kann eine stärkere Zirkulation, wie oben erläutert, die Ursache (nicht die Wirkung!) einer lokalen Erwärmung der Polargebiete sein, die dann jedoch beträchtlich mehr als ein halbes Grad über Jahrzehnte beträgt. Wenn wir heute wirklich eine Zunahme von Stürmen in mittleren und höheren Breiten haben, und wenn wirklich das arktische Eis schrumpft (d.h. beides nicht nur Propaganda ist), so bedeutet dies, daß die meteorologischen Laien, die sich heute „Klimatologen“ nennen, zwei völlig verschiedene Phänomene durcheinanderwerfen: 1) eine geringe globale Erwärmung für eine Zeitlang ohne jegliche Wirkung, außer auf die Statistik, und 2) eine Intensivierung der Zirkulation wie die zwischen 1890 und 1940, die die Polerwärmung verursacht. Dieses Durcheinanderwerfen kann unabsichtlich sein oder absichtlich, um die Atomkraft zu fördern, indem alles dem CO2 angelastet wird. Doch wenn es auch für die Ursachen beider Phänomene nur Spekulationen gibt, kann jedenfalls das zweite unmöglich mit CO2 zu tun haben, weil es schon früher auftrat, und bei noch wenig CO2.

Die gegenwärtige globale Abkühlung verläuft natürlich ebenso unmerklich wie die Erwärmung zuvor, und es wäre ebenso unsinnig, etwa den kalten Winter 09/10 damit in Verbindung bringen zu wollen. Er entspricht einfach einem Wellental, und so gibt es auch weiterhin genügend Wellenkämme, auf die die Wärmereporter zeigen können. Selbst wenn die Atmosphäre das halbe Grad Erwärmung komplett zurücknimmt oder sich gar noch weiter abkühlt, wird es doch immer noch heiße Sommer geben, die man als Vorboten einer Wärmekatastrophe verkaufen kann. Es gab sie auch vor der Erwärmung, in Mitteleuropa z.B. 1975, 76 und 83. Damals kam es niemandem in den Sinn, deshalb eine Katastrophe zu prophezeien. – Allgemein waren die Menschen früher gescheiter. Hier zwei Beispiele: 1) Wie oben erwähnt, schrumpfte zwischen 1890 und 1940 das arktische Eis drastisch. Doch anders als heute verursachte dieses Phänomen nicht die geringste Aufregung, geschweige denn Panik. Es gab keine rührseligen Geschichten von traurigen Eisbären, die auf Eisschollen sitzen. Freilich gab es damals keinen Sündenbock, den man verantwortlich machen konnte, so wie heute das CO2. Auch gab es keine Atomindustrie, die die perfekte Lösung für die Eisbären anbieten konnte: ihre vollständige Ausrottung durch nukleare Verwüstung. 2) Hermann Hesse beschreibt in seiner Erzählung „Der Zyklon“ sehr anschaulich einen Tornado, der (am 1. Juli 1895) Teile seiner Heimatstadt Calw verwüstete. Damals nahm man dies für das, was es war: eine Laune der Natur; heute würde es – wie vielleicht auch im Mittelalter – eine Flut düsterster Prophezeiungen nach sich ziehen. Die CO2-Ideologie hat viele von uns zu „Wetterdeutern“ gemacht, die aus einer momentanen Wetterlage die Zukunft weissagen, so wie manche aus den Sternen oder den Karten.


F: Droht nicht beispielsweise Spanien bereits Wassermangel durch den Klimawandel?

A: Seit langem ist bekannt, wie empfindlich gerade die Mittelmeerregion auf Abholzung reagiert. In Spanien hat man sich darin nicht gerade zurückgehalten. Zusätzlich zur geplanten Abholzung haben immer wieder kriminelle Grundstücksspekulanten Wälder angezündet. Wenn Spanien zuwenig Wasser hat, so liegt dies genau daran. Klima und Wasser Mitteleuropas haben sich dagegen in den letzten Jahrzehnten nicht nennenswert verändert. Der theoretische Meteorologe Heinz Fortak schlug sogar vor, eine leichte globale Erwärmung könnte durch die weltweite massive Abholzung verursacht sein. Das ist natürlich auch nur Spekulation, wie die CO2-Theorie. Eine Tatsache ist aber, daß durch die Fixierung auf den Universal-Sündenbock CO2 die wirklichen Umweltprobleme immer mehr in den Hintergrund gedrängt werden. Es ist freilich immer viel bequemer, einen einzelnen Sündenbock zu haben, anstatt komplizierter Probleme.

In diesem Sinne könnte die Botschaft der Atomindustrie an die Spanier etwa so lauten: „Keine Sorge, die Lösung ist gefunden: Das CO2 ist der Ursprung alles Bösen! Holzt ruhig weiter ab, verbrennt alle Wälder; ihr braucht sie nicht mehr. Was ihr braucht, sind Atomkraftwerke, um das teuflische CO2 auszutreiben. Dann wird alles gut, und reichliches Wasser wird Spanien zu einem Garten Eden machen.“ – Statt dessen wird dann folgendes eintreten: Spanien wird vollends zur Wüste werden, jeglicher Regen wird durch Wadis rasch ins Meer fließen, und obendrein wird die Wüste nuklear verseucht sein.

(Übrigens durchzieht die Vorstellung des „Universal-Sündenbocks“ die gesamte Geschichte. Nur waren es für gewöhnlich Menschen, wie Hexen oder Minderheiten. Waren die Hexen verbrannt, waren alle Probleme wie weggeblasen. Man sollte es wohl als Fortschritt ansehen, daß nun erstmals eine leblose chemische Substanz als „Hexe“ dämonisiert wird.)


F: Was motiviert die Klimatisten?

A: Die Klimatisten, die Verkünder der Philosophie der CO2-bedingten globalen Erwärmung, können verschiedene Motive haben. Soweit ich ersehen kann, gibt es sechs Kategorien von Klimatisten, die im folgenden aufgeführt sind. Das ursprüngliche Motiv ist Zukunftsangst, beruhend auf der CO2-Spekulation von Svante Arrhenius, doch gilt dies heute nur noch für die Kategorien 1, 3 und 4. In den anderen Kategorien ersetzt der persönliche Vorteil die ursprüngliche Sorge.

1) Die Gläubigen: Nichtmeteorologen, die von anderen Klimatisten indoktriniert sind. Sie glauben an den Klimatismus, so wie andere an Gott glauben. Nach dieser neuen Religion ist jede Schneeschmelze, jede Hitzewelle und jedes Gewitter CO2-bedingt.

2) Die wissenschaftlichen Feiglinge: Wissenschaftler (meist Meteorologen), die wissen, daß der Klimatismus Pseudowissenschaft ist, und daß die angeblichen „Symptome“, wie schmelzendes Eis oder Wassermangel, nichts mit einer globalen Temperaturänderung von einem halben Grad, geschweige denn mit CO2, zu tun haben. Aber sie halten den Mund und beweisen sich als besonders „gute Klimatisten“, um nicht als Dissidenten verfolgt zu werden.

3) Die taktischen Lügner: Wissenschaftler, die wissen, daß die „Symptome“ andere Ursachen haben, die aber fest an die Theorie von Arrhenius glauben. Sie sagen: „Die Menschen sind dumm. Wenn wir die Wahrheit sagen, nämlich daß es keine Symptome gibt, daß aber unserer Meinung nach, und gemäß Svante Arrhenius, es in 100 Jahren um 5 Grad wärmer sein wird, und in 200 Jahren um 10 Grad, und in 2000 Jahren um 100 Grad, nehmen uns die dummen Menschen nicht ernst. Deshalb lügen wir sie lieber an, zu ihrem eigenen Besten, indem wir ihnen schon heute die ersten „Symptome“ der zukünftigen Katastrophe präsentieren, damit sie uns glauben. Die dummen Menschen werden uns später dafür danken, daß wir sie belogen haben.“ – Alle Propagandisten sagten das, aber niemand dankte ihnen jemals später. Die Kommunisten logen, um „bessere Gesellschaften“ gemäß Karl Marx aufzubauen. Nachdem diese zusammengebrochen waren, bedankte sich niemand bei den Lügnern. Nichts Gutes kann jemals von Lügen kommen.

4) Die wissenschaftlichen Fanatiker: Für sie war Arrhenius unfehlbar. So stark ist ihr Glaube und ihre Bewunderung für ihn, daß sie die immerwährende Erwärmung offen predigen, ohne sich in Lügen über „Symptome“ zu flüchten, und sogar auf die Gefahr hin, ausgelacht zu werden.

5) Die Kapitalisten: Menschen, die am Klimatismus verdienen, wie Aktionäre der Atomindustrie oder von Herstellern von Wind- und Solarkraftanlagen (alles CO2-frei!). Sie brauchen die CO2-Ängste der Menschen, um reich zu werden.

6) Die Bestochenen: Politiker und Wissenschaftler, die von der Atomindustrie oder anderen Interessengruppen bezahlt werden. (Hypothetisch.)

Natürlich können wir nicht leicht bestimmen, zu welcher Kategorie ein bestimmter Klimatist gehört, außer bei Al Gore, der zur ersten gehört, und bei Roger Revelle, der zur vierten gehörte. Die sechste Kategorie ist noch hypothetisch, weil wir noch keinen Beweis für Bestechung haben.

Übrigens sind nicht nur die „Symptome“ keine wirklichen Symptome, sondern die Messung von einer so geringen Erwärmung wie einem halben Grad ist selbst fragwürdig. (Eine Erwärmung von 100 Grad in 2000 Jahren könnten wir sicherlich messen, doch würde diese auch wirkliche Symptome hervorrufen!) Jeder Motorradfahrer weiß aus eigener Erfahrung, daß die Temperaturen sich über Entfernungen von nur einigen hundert Metern um mehrere Grad ändern können, besonders an sonnigen Sommertagen. Z.B. kann man den kühlen katabatischen (=abwärts bewegten) Wind von einem bewaldeten Hügel in ziemlicher Entfernung spüren, auch wenn sonnige Wiesen dazwischen liegen. So könnte also eine geringe „globale Erwärmung“ leicht vorgetäuscht werden, einfach durch geringfügiges Verlegen der Meßsensoren in geeigneter Richtung. Da außerdem die Daten meist von Klimatisten gehandhabt werden, ist auch direkte Fälschung möglich, und wurde bereits in mindestens einem Fall von Kritikern behauptet. Die Messungen müßten gleichmäßig über den gesamten Planeten verteilt sein, einschließlich der Antarktis und aller Ozeane, was nicht der Fall ist. Statt dessen werden die Lücken mit fiktiven Daten ausgefüllt, die erzeugt werden durch Computersoftware, die von Klimatisten stammt. Trotz der schwerwiegenden Folgen (Atomkraft) wird all dies in keiner Weise von unabhängigen Beobachtern überwacht. Das ist wie eine Wahl, bei der nur eine Partei die Stimmen auszählt. – Damit sind also nicht nur die globalen Temperaturen im Bereich von Zehntelgraden technisch schwer zu bestimmen, sondern die Messung ist auch in der Hand von Menschen mit philosophischen oder finanziellen Absichten, abhängig von den obigen Kategorien. Es mag Zufall sein oder nicht: die Erwärmung setzte genau ein, nachdem die sogenannten „Klimatologen“ (siehe im nächsten Teil, „Forschungsprogramme“) ihre gewaltige Erwärmung bei ihrer „Weltklimakonferenz“ 1979 festgelegt hatten. Es war entweder Pech oder schlechte Koordination, daß die Erwärmung nicht mit ihren Prognosen Schritt halten konnte. – Wenn wir die falschen „Symptome“ und die fragwürdigen Daten wegnehmen, bleibt wirklich und buchstäblich nur eine einzige Grundlage und Motivation für den Klimatismus: die Spekulation des Chemikers Svante Arrhenius aus dem 19. Jahrhundert.


F: Was sagen die Meteorologen zu alledem?

A: Meteorologen sind keine „Wetterfrösche“, sondern Akademiker, die an der Universität ein langes und schwieriges, hauptsächlich mathematisch-physikalisches Studium durchlaufen haben, das ausschließlich die Erdatmosphäre behandelt; daher sind sie ihre besten Kenner. Sie wehrten sich so lange wie möglich gegen die Erwärmungstheorie, die von Chemikern stammte, die glaubten, klüger zu sein als die Experten, und ohne weiteres die Ergebnisse von Laborexperimenten auf die komplexe freie Atmosphäre übertragen zu können. Nur Meteorologen konnten wissen, daß dies nicht möglich ist. 1973 schrieb der Meteorologe Prof. Dr. Fritz Möller von der Universität München: „(...) wurde eine CO2-Zunahme von 292 ppm im Jahre 1900 auf 330 ppm im Jahre 1950 gemessen. Dies hat nebenbei zu allerlei Spekulationen über eine künstliche Beeinflussung des Klimas durch den Menschen geführt, die jedoch nicht haltbar sind, weil andere Einflüsse, wie etwa Schwankungen der allgemeinen Zirkulation, erheblich größer sind.“ (F. Möller, „Einführung in die Meteorologie“, Band 1, Mannheim 1973, S. 37) Mit „Spekulationen“ meinte er Veröffentlichungen wie diese von 1957, von dem Ozeanographen Roger Revelle und dem physikalischen Chemiker Hans Suess, sowie die darauf folgende Propaganda, die zunächst von anderen Nichtmeteorologen kam, später aber sogar von Nichtwissenschaftlern wie Politikern, Schauspielern und Popsängern, von Menschen also, die nicht einmal wissen, wie wissenschaftliche Erkenntnis zustande kommt. 1971 konterte der Meteorologe Prof. Dr. Heinz Fortak von der Freien Universität Berlin mit einer Gegenspekulation, nach der mehr CO2 ein wenig mehr Bewölkung bewirkt, und dadurch seinen eigenen „Treibhauseffekt“ ausgleicht (H. Fortak: „Meteorologie“, 2. Auflage, Berlin 1982, S. 78). – Hätte die Menschheit auf diese wirklichen Experten der Atmosphäre gehört, anstatt auf Chemiker, Ozeanographen, Schauspieler und Popsänger, so wäre ihr die Klima-Massenhysterie erspart geblieben, und damit auch die zukünftige Atomkraft-Bedrohung. Wie bereits erwähnt, zeigen die empirischen Daten heute, daß die wirklichen Experten recht hatten. (Übrigens waren beide zitierten Meteorologen sehr besorgt über die damaligen wirklichen Umweltprobleme, wie Ozon und saurer Regen, und können daher nicht „von den Ölkonzernen bestochen“ gewesen sein, wie man später von allen „Klimaleugnern“ behauptete.)

Seit „Klimaleugner“ verfolgt werden, huldigen die meisten Meteorologen der Erwärmungsphilosophie, besonders wenn sie einen Job zu verlieren und eine Familie zu ernähren haben. Das ist natürlich verständlich: Selbst Galilei gab angesichts des Scheiterhaufens der Inquisition zu, daß sich die Sonne um die Erde bewegt. – Würde ein Wetterpräsentator im Fernsehen auch nur ein Wort gegen den Klimakult sagen, so wäre dies seine letzte Sendung gewesen. „Klimaleugner“ an Universitäten, die den Mund auftun, werden degradiert oder, sofern rechtlich möglich, entlassen. Der Grund ist einfach: kein Fernsehsender und keine Universität möchte als „politisch unkorrekt“ gebrandmarkt werden. (Ebenso ergeht es Wissenschaftlern, die – außerhalb der Universität, aber unter ihrem eigenen Namen – über Parapsychologie publizieren. Auch dies wird als „Schande“ für die Universität angesehen.)

Die Verfolgung setzte nicht auf einen Schlag ein, sondern erst nach und nach. Während der 1970er Jahre riefen von Fanatikern irregeleitete Politiker „Forschungsprogramme“ ins Leben, die das zukünftige Klima ermitteln sollten. Nur Anhänger der Erwärmungsphilosophie waren eingeladen, ganz gleich welchen Berufs, darunter auch Geologen und (wieder!) Chemiker. Diese sogenannten „Klimatologen“ sollten eine möglichst große Erwärmung voraussagen, und tatsächlich kamen sie auf etwa 5 Grad pro Jahrhundert. Diese Methode der „Klimaforschung“ wird noch heute angewandt, und auch die Prognosen sind noch immer die gleichen, obwohl die alten bereits fehlschlugen. (Übrigens hätte eine andere Auswahl der Wissenschaftler keine bessere Prognosezuverlässigkeit gebracht, sondern nur andere Zahlen. Bei Langzeitprognosen der komplexen Erdatmosphäre erzielt man die gleiche Zuverlässigkeit durch Würfeln.) – Die Fanatiker propagierten dann die „wissenschaftlichen“ Ergebnisse, um den Druck auf die Gegner immer weiter zu erhöhen.

Wir haben ein interessantes Zeitzeugnis aus jener Übergangszeit. Oben zitierte ich aus einem Buch des Meteorologen Heinz Fortak. Das Zitierte stammt von 1971, aber 1982 schrieb er für die zweite Auflage ein Nachwort, hauptsächlich über die neuen „Forschungsprogramme“. Fortak versucht diese positiv zu sehen, und gibt die Erwärmungsprognosen wieder, dann aber bricht sein wissenschaftliches Ethos durch und läßt ihn den Leser vor der „großen Zahl von Unsicherheiten“ in solchen Prognosen warnen (S. 291). Er beschreibt die Computersimulationen der Atmosphäre, dann aber betont er wieder, wie „stark spekulativ“ „alle diese Aussagen“ sind (S. 293). – Natürlich bezweifelten nur Meteorologen die Zuverlässigkeit der Prognosen, denn nur sie wußten von der Komplexität der Atmosphäre. Die Chemiker hatten keine Zweifel, weil für sie die Erdatmosphäre dasselbe ist wie ein mit Luft gefüllter Schuhkarton. Nachdem aber die Politiker, aus welchen Gründen auch immer, dekretiert hatten, daß das Ergebnis die „absolute Wahrheit“ ist, jede abweichende Meinung aber „politisch unkorrekt“, mußten sich die Meteorologen entscheiden, ob sie sich zur Erwärmungsphilosophie bekehren, oder heroisch standhaft bleiben und dafür verfolgt und kaltgestellt werden wollten.

Stellen wir uns vor, daß von fanatischen Kreationisten irregeleitete Politiker „Forschungsprogramme“ ins Leben rufen, die beweisen sollen, daß die Evolution falsch ist, und daß die Welt buchstäblich in sechs Tagen erschaffen wurde. Wissenschaftler, die nicht mitmachen, also fast alle Biologen, Geologen und Astronomen, werden entlassen und durch Ideologen und Opportunisten ersetzt, die nichts gelernt haben. Natürlich „beweisen“ diese erfolgreich den Kreationismus, aber unter anderem gibt es dann keine Erforschung der Mutation von Viren und Bakterien mehr, weil Mutation zur Evolution gehört und damit „politisch unkorrekt“ ist, und weil die Experten fehlen. Seuchen können die Menschheit auslöschen, so wie der Klimatismus alles Leben auf der Erde durch nukleare Verwüstung auslöschen kann. Auf die eine oder andere Weise wird Pseudowissenschaft uns töten, wenn wir sie nicht stoppen.


F: Gab es gar keine Meteorologen in jenen Klima-Forschungsprogrammen?

A: Natürlich gab es sie. Nicht alle Meteorologen haben genügend Skrupel, einer solchen Versuchung zu widerstehen. Für ein nationales (oder sogar internationales) Forschungsprogramm ausgewählt zu sein ist nicht nur eine große Ehre, sondern auch sehr lukrativ, denn in solche Programme fließen große Summen von Steuergeldern. Außerdem macht es großen Spaß, mit Wissenschaftlern aller Art herumzusitzen, zu plaudern, Kaffee zu trinken und mit Computern zu spielen. Es ist das pseudowissenschaftliche Paradies. Wenn das Geld aufgebraucht ist, wird das Ergebnis verkündet, das bereits von Anfang an festgelegt war. Und das Beste: Im Gegensatz zu Wettervorhersagern müssen „Klimatologen“ nie für ihre Prognosen geradestehen! Wenn sie das Klima von, sagen wir, 2100 prophezeien, stehen die Chancen gut, daß sie bis dahin allesamt verstorben sind. (Bitte beachten: Diese Schilderung gilt nur für pseudowissenschaftliche „Forschung“. Es gibt genügend wirklich wissenschaftliche Forschung, die für uns alle wichtig ist.)


F: Warum berührte der Schutz der Ozonschicht nicht die Komplexität der Atmosphäre?

A: Dies bezieht sich auf eine Bemerkung in der Rubrik „Links“.

Die oben beschriebene Komplexität der Atmosphäre betrifft nur die Troposphäre, die unterste Schicht bis zu einer Höhe meist zwischen 10 und 15 Kilometern. Darüber liegt die Stratosphäre, die die Ozonschicht enthält. Diese war durch chemisch hochstabile Gase bedroht, die hauptsächlich durch Spraydosen in die Atmosphäre gelangten. Die Gase mußten vom Erdboden durch die Troposphäre hindurch zur Ozonschicht wandern. Dabei wurden sie natürlich vom komplexen Wetter beeinflußt, das ihren Transport verzögern oder beschleunigen konnte. Aber es war sicher, daß sie letztlich irgendwie die Ozonschicht erreichen mußten, nämlich durch Diffusion, die Tendenz jedes Gases, eine konstante Konzentration über die gesamte Atmosphäre zu erreichen. Anders gesagt: Während sie vorübergehend durch die Komplexität beeinflußt wurden, spielte diese letztlich keine Rolle. Es gab nie ein Anzeichen, daß sie auch die Troposphäre schädigen könnten. Ihre Wirkung auf die Ozonschicht konnte wissenschaftlich verstanden und auch im Labor simuliert werden. Nichts Komplexes ist daran, nur einfache Physik und Chemie. Nachdem wir die Emission der Gase drastisch reduziert haben, beginnt sich heute die Ozonschicht zu erholen, aber das wird noch einige Zeit dauern, denn die stabilen Gase verschwinden nicht so leicht. Da sie katalytisch reagieren, werden sie bei ihrer „Arbeit“ nicht verbraucht.

Die Wirkung von CO2 dagegen kann weder verstanden noch simuliert werden, denn es ist, wie ich oben zu beschreiben versuchte, eingebunden in die komplexe Energetik der Atmosphäre (Troposphäre). Angesichts von deren Unvorhersagbarkeit könnte der einzige plausible Grund für eine Bekämpfung von CO2 die „grüne Ideologie“ sein, nach der alles, was Menschen tun, übel ist. (Das schließt z.B. den Bau von Häusern ein.) Gemäß dieser Ideologie wäre die Erde ein Paradies, wenn es nie Menschen gegeben hätte. Aber das stimmt nicht: es gab Eiszeiten und es gab die mittelalterliche Wärmeperiode, als es wärmer war als heute; beide können wir nicht wirklich erklären. Immer gab es Stürme, Dürren, Überschwemmungen, Vulkane, Erdbeben, Tsunamis und gelegentlich einen Asteroiden. Ein „Paradies“ können wir das wohl kaum nennen. – Das einzig Vernünftige, das wir tun können, ist, uns auf Maßnahmen zu beschränken, die wir wirklich verstehen – statt blindem pseudowissenschaftlichen Aktionismus –, und dann zu vertrauen, daß unser Planet weiter für uns sorgt, was allerdings schwierig wird, wenn er erst einmal radioaktiv verseucht ist.

Aber etwas, das wir erreichen konnten, ist der Schutz der Ozonschicht. Der Witz dabei ist, daß die Gase auch als „Treibhausgase“ geführt werden. Anscheinend testen selbst in einer Zeit der globalen Abkühlung Wissenschaftler (wahrscheinlich Chemiker) Gase auf ihre „Treibhauseigenschaft“, d.h. die Fähigkeit, Wärmestrahlung irgendeiner Wellenlänge zwischen 3 und 60 Mikrometer zu absorbieren. Dies scheint nun eine etablierte Eigenschaft eines Gases zu sein, wie das spezifische Gewicht, nur ohne jede praktische Anwendung.


F: Welche Alternativen zur Atomkraft haben wir auf lange Sicht?

A: Hier werden nur effiziente Energiequellen besprochen. Das schließt z.B. Wind- und Solarkraft aus, die ineffizient sind und nur propagandistische Bedeutung haben. (Nach der Propaganda brauchen wir aufgrund dieser „grünen“ Energiequellen keine Kraftwerke mehr. Diese leicht zu widerlegende Behauptung wird den Bau keines einzigen Atomkraftwerks verhindern. Zudem schwächen die immensen Subventionen für diese (fast) nutzlosen Spielzeuge unsere Wirtschaft, und die wachsende Zahl der „Windmühlen“ verwandelt unsere letzten verbliebenen Naturlandschaften in Industriegebiete.) – Wir haben also heute die fossilen Brennstoffe, mit ihrem gewaltigen aber doch begrenzten Vorrat, und mit ihrer angeblichen Schädlichkeit für das Klima, und die Atomkraft mit ihrem für viele Jahrtausende tödlichen Müll. In der Zukunft könnten wir die Kernfusion haben, die wenig Strahlung und keinen Atommüll erzeugt, und von der es zwei Varianten gibt: heiße und kalte. An der heißen Fusion wurde jahrzehntelang erfolglos geforscht; ein neuer Versuch wird zur Zeit in Frankreich unternommen. (Wir wissen, daß sie prinzipiell funktioniert, denn die Sonne benutzt sie.) Die kalte Fusion ist dagegen immer noch rätselhaft: 1989 befand eine vom amerikanischen Energieministerium einberufene Expertenkommission, daß „Kernfusion von der behaupteten Art unvereinbar wäre mit dem gegenwärtigen Erkenntnisstand und daß, falls sie tatsächlich nachgewiesen wäre, die Theorie in einer unerwarteten Weise erweitert werden müßte“ (Wikipedia). Anders gesagt: Die kalte Fusion scheint zwar zu funktionieren, aber gemäß unserer heutigen Physik kann das gar nicht sein. – Außerdem könnten wir in der Zukunft Energiequellen haben, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können, so wie sich vor 100 Jahren niemand die Atomkraft vorstellen konnte.

Um die kalte Fusion zu verstehen oder völlig neue Methoden zu finden, muß sich unsere Physik weiterentwickeln. Seit dem Altertum neigen Wissenschaftler zu der Annahme, in einer Zeit zu leben, in der die Wissenschaft abgeschlossen ist. Als Max Planck noch studierte, riet ihm sein Professor davon ab, sich auf die theoretische Physik zu verlegen, da bei dieser nichts mehr zu entdecken wäre. Planck hielt sich nicht daran, sondern revolutionierte die Physik mit seiner Quantentheorie. Einige Jahre vor seinem Tod riet Planck seinen Fachkollegen zum Gegenteil: die Quantentheorie nicht als das Ende der Physik anzusehen, denn er wußte, daß die meisten genau das taten. In den 70 Jahren seitdem hat sich die Physik nicht wesentlich weiterentwickelt; wir haben heute immer noch das Problem, daß Quantentheorie und Allgemeine Relativitätstheorie nicht zusammenpassen. Alle Versuche, eine „einheitliche Feldtheorie“ zu finden, scheiterten bislang, abgesehen vielleicht von der Heimschen Theorie, die jedoch aus mehreren Gründen wenig beachtet wird.

Ein Grund ist, daß die Heimsche Theorie „zu revolutionär“ ist: Sie ist die erste physikalische Theorie, bei der Raum (d.h. „Raum-Zeit“) und Materie nicht getrennt sind (in dem Sinne, daß sich die Materie im Raum „befindet“). Statt dessen sind sowohl Raum als auch Materie Manifestationen eines zugrundeliegenden sechsdimensionalen Hyperraums. Laut den wenigen damit befaßten Physikern löst die Theorie die Inkonsistenzen der traditionellen Physik auf. Sei dem, wie ihm wolle: für mich ist interessant, daß die Theorie als einzige auch verspricht, in einem späteren Stadium Phänomene wie Telepathie zu erklären, die nach jahrzehntelanger Forschung jenseits allen vernünftigen Zweifels (ca. 1:1 Milliarde) empirisch bewiesen ist. Das ist weniger ein Problem für die Telepathie und verwandte Phänomene als vielmehr eines für unsere Physik. Wissenschaft sollte immer versuchen, so viele Phänomene wie möglich zu erklären. Je mehr natürliche Phänomene eine Theorie erklären kann, desto näher ist sie an der Natur, und desto wahrscheinlicher ist es, daß sie neue Technologien ermöglicht. Wir sollten ziemlich beunruhigt sein darüber, daß so viele Phänomene unserer gegenwärtigen Physik direkt widersprechen, denn das bedeutet, daß ihr Konzept von Raum, Zeit und Materie der Realität widerspricht. Reduktionismus (der Ausschluß unbequemer Phänomene) mag vorübergehend notwendig sein; als Dauerlösung rückt er Wissenschaft in die Nähe von Pseudowissenschaft, deren Haupteigenschaft ja gerade die Auswahl erwünschter Daten ist. Solche Phänomene einfach „übernatürlich“ zu nennen ist eine billige Ausrede: genau das sagen Eingeborene abgelegener Inseln über unsere Flugzeuge und Autos.

Stellen wir uns nun vor, daß wir unzählige Atomkraftwerke bauen – nicht aus wirklicher Not, sondern aufgrund der pseudowissenschaftlichen Klimaphilosophie –, und 10 oder 20 Jahre später wird ein Durchbruch in einer neuen Energietechnologie erzielt. Was können wir dann tun? Die Kraftwerke waren zu teuer, um sie einfach abzureißen, und außerdem würde dies sogar mehr kosten als der Bau, weil sie dann nuklear verseucht sind. Die deutschen Steuerzahler wenden gegenwärtig viele Milliarden auf für die Entsorgung eines alten Atomkraftwerks. (Wir zahlen auch viele Milliarden für die Verlegung von Atommüll aus einem Salzbergwerk, das von Wassereinbruch bedroht ist. Die Betreiber bezahlen nur den Bau der Kraftwerke und kassieren für die Energie; Abriß und Atommüll interessieren sie nicht. Atomenergie ist scheinbar billig einerseits deshalb, und andererseits, weil irregeleitete Politiker besondere Steuern für die angeblich „klimaschädlichen“ fossilen Brennstoffe erheben, im Gegensatz zur „sauberen“ Atomkraft.) – So werden also die unzähligen Kraftwerke weiter in Betrieb bleiben, und mehr und mehr Atommüll anhäufen. Tausende zukünftiger Generationen müssen den tödlichen Müll bewachen, verwalten und vor Naturkatastrophen und Terroristen schützen, obwohl die Technologie, die ihn erzeugt hat, zu diesem Zeitpunkt bereits veraltet war.

Allerdings könnte es in einer fernen Zukunft, wenn sich trotz aller Anstrengungen unsere Physik nicht weiterentwickeln kann und die heiße Fusion nicht funktioniert, nötig werden, doch auf die Atomkraft zurückzugreifen, da der Vorrat der fossilen Brennstoffe begrenzt ist. Aber dies sollte wirklich der letzte Ausweg sein, und nicht bloß aufgrund einer pseudowissenschaftlichen Philosophie getan werden.


F: Was kann ich tun?

A: Sie können die Botschaft weitergeben, indem Sie diese Website anderen empfehlen. Je mehr Menschen über diese Dinge Bescheid wissen, desto weniger wahrscheinlich ist es, daß die Atompläne gelingen. Sie können einen Kommentar für diese Website schreiben oder mir eine weitere Frage stellen. Wenn Sie Design oder Architektur dieser Website nicht mögen, sagen Sie es mir. Hier finden Sie eine Adresse. Oder Sie können eine weitere Website eröffnen. Wenn Sie selbst auf dem Gebiet recherchieren möchten, seien Sie vorsichtig bei Quellen, die nach 1980 verfaßt sind, denn viele von diesen, wenn nicht sogar die meisten, sind reine Pseudowissenschaft. Hierzu ein Beispiel: Vor einigen Jahren googelte ich „ice age“ (Eiszeit), klickte auf den ersten Eintrag und war erstaunt, dort die astronomische Eiszeithypothese kanonisiert zu finden. Die anderen wurden nicht einmal mehr erwähnt! Die Theorie war so hübsch erklärt und „bewiesen“, daß ich nichts Böses ahnte; ich glaubte wirklich, dies sei nun die endgültige Lösung. Einige Wochen später erfuhr ich zufällig, daß ich auf einer bekannten Website der Klimatisten gewesen war! – Natürlich ist die astronomische Hypothese keineswegs bewiesen, aber die Klimatisten propagieren sie, weil sie uns glauben machen wollen, die Atmosphäre sei doch ziemlich berechenbar. Was ist berechenbarer als astronomische Ereignisse? (Die meisten Eiszeittheorien nehmen unvorhersagbare Ursachen an, wie etwa die von A. T. Wilson einen Eisausbruch in der Antarktis, der zu einem massiven Anwachsen des die Sonne reflektierenden Packeises führt. Solche Theorien sind der Alptraum aller Klimapropheten!) – Was ich also für das Ergebnis neuesten wissenschaftlichen Fortschritts gehalten hatte, war nichts als ideologische Propaganda. Das war meine erste Begegnung mit dem Hardcore-Klimatismus, und so peinlich es ist, das zuzugeben: in diesem Fall bin sogar ich auf Pseudowissenschaft hereingefallen, obwohl ich das Phänomen Pseudowissenschaft schon lange kannte, und obwohl ich Vorkenntnisse auf dem Fachgebiet hatte. – Diese Website enthält mehrere Links zur Wikipedia, die im allgemeinen eine zuverlässige wissenschaftliche Quelle ist. Doch das gilt nicht für ideologisch belastete Themen. Da die Wikipedia hauptsächlich auf Mehrheiten beruht, können fanatische Möchtegern-Experten die wirklichen Experten (die sonst unter sich sind) leicht überstimmen. Beim Klimatismus kommt hinzu, daß auch viele wirkliche Experten der „politisch korrekten“ Meinung folgen, wider besseres Wissen. Laut EIKE ist die deutsche Wikipedia völlig in der Hand von Klimatisten. Sei dem, wie ihm wolle: seit meinem obigen Erlebnis würde es mir niemals einfallen, die Wikipedia zu diesem Thema zu befragen. (Zu Mehrheiten und Demokratie mehr im nächsten Teil!)

Außerdem könnten Sie mir helfen, darüber nachzudenken, warum wir heute so empfänglich sind für Pseudowissenschaft, und allgemein für Ideologien. Warum sind wir so glücklich mit Dogmen und „absoluten Wahrheiten“? Wie ist es möglich, daß ein intelligenter Mensch wie Al Gore, der mit 19 Jahren von einem Ozeanographen (Roger Revelle) eine Theorie über die Erdatmosphäre hört, diese Theorie jahrzehntelang mit sich herumträgt, ohne sie je zu bezweifeln, und ohne je die wirklichen Experten auf dem Gebiet zu fragen? Oder – schlimmer noch – fragte er sie zwar, verwarf dann aber ihre Antwort, um an seiner Ideologie festhalten zu können, indem er behauptete, sie schlössen nur ihre Augen vor seiner „unbequemen Wahrheit“? Könnte es sein, daß Revelle charismatisch war wie ein Guru, mit durchbohrendem Blick, dem niemand widerstehen konnte? (Ich vermute das, weil Gore sich später wie ein Missionar benahm, der den unbändigen Drang hat, alle zu seiner wunderbaren neuen Religion zu bekehren, von der er glaubt, daß sie die Welt retten wird.) Brauchen viele von uns Ideologien, um sich daran festzuhalten, weil sie ihre richtige (spirituelle) Religion aus den Augen verloren haben?

Ich habe keine definitiven Antworten auf diese Fragen, aber eines weiß ich sicher: Ideologie ist der Todfeind aller Wissenschaft. (Wirkliche Religion nie: Max Planck z.B. war tief religiös.) – Vor 400 Jahren sagten Kopernikus, Galilei und Kepler, daß sich die Erde um die Sonne bewegt. Der Papst sagte, daß sich die Sonne um die Erde bewegt. So oder so: das Leben ging weiter, die Bauern pflügten ihre Felder und die Menschen hatten zu essen. Sie konnten ohne weiteres den akademischen Streit zwischen Galilei und dem Vatikan ignorieren. Heute ist das völlig anders: Mit 7 Milliarden Menschen auf der Erde brauchen wir die Wissenschaft, um zu überleben. Wir können es uns einfach nicht mehr leisten, in Ideologien zu schwelgen, sonst werden diese schließlich uns alle töten.


F: Ist diese Website nicht selbst pseudowissenschaftlich, da sie sich an die allgemeine Öffentlichkeit wendet?

A: In gewisser Weise ja. Doch manchmal kann man Feuer nur mit Feuer bekämpfen. Nun, da der Schaden angerichtet ist, und verzerrte wissenschaftliche Inhalte an die allgemeine Öffentlichkeit durchgesickert sind, müssen wir uns auch an sie wenden, um möglichst den Schaden zu beheben.

Allgemein können wissenschaftliche Inhalte nicht von der Öffentlichkeit diskutiert werden, sondern nur unter Experten, die etwas gelernt haben. Ein Besucher dieser Website meinte, das Volk solle tatsächlich – wie ich in der Rubrik „Links“ scherzhaft schrieb – die besten Experten wählen; dies sei demokratisch. Wenn es jemals eine solche Wahl zum weltbesten Meteorologen geben wird, so wird wahrscheinlich Al Gore gewählt, und zum Weltklimapräsidenten ernannt werden. Freilich hat er nichts auf diesem Gebiet gelernt, aber wen kümmert das, solange er populär ist? Von seinem Thron aus wird er jede CO2-bezogene Entscheidung in der Welt fällen. Die Wahl wird alles übertreffen, was wir je erlebt haben: Alle politischen Parteien, Greenpeace, der World Wildlife Fund und andere werden Milliarden von Flugblättern verteilen und unzählige Aufmärsche, Konzerte und Fernsehshows für den „guten Zweck“ veranstalten. Die Menschen in aller Welt werden tapfer zusammenstehen gegen eine chemische Substanz, und sehr stolz und glücklich sein.

Leider funktioniert Naturwissenschaft nicht auf diese Weise. Wäre diese Methode während der letzten 400 Jahre angewandt worden, lebten wir noch heute wie im Mittelalter. Naturwissenschaft beruht nicht auf Popularität und Werbung, sondern auf Wissen, und tatsächlich ist sie eine Diktatur, keine Demokratie. Der Diktator ist die Natur selbst. Wir können nicht darüber abstimmen, ob die Speiseröhre mit dem Magen oder mit dem Knie verbunden ist; die Natur hat das entschieden. Wir können es nicht ändern, selbst wenn jeder einzelne Mensch auf der Erde es wollte. Wir müssen die Entscheidungen des „Diktators Natur“ hinnehmen, aber wir können lernen, sie zu verstehen, und wir müssen jahrelang lernen, um nur ein wissenschaftliches Fachgebiet zu verstehen.

Vor etwa 50 Jahren schrieben ein Ozeanograph (Roger Revelle) und ein physikalischer Chemiker (Hans Suess) einen Artikel über die Absorption des atmosphärischen CO2 durch die Ozeane. Sie hatten herausgefunden, daß das CO2 nicht so leicht absorbiert wird, wie die Wissenschaftler bis dahin glaubten, wodurch mehr CO2 in der Atmosphäre bleibt als erwartet. Das war ihr Fachgebiet, und zweifellos war ihre Forschung insoweit kompetent. Doch dann schlossen sie, dies verursache, gemäß Svante Arrhenius, eine schreckliche Wärmekatastrophe. Das war nicht ihr Fachgebiet, und war auch nicht das von Arrhenius gewesen. Zudem waren 60 Jahre vergangen, seit dieser seine CO2-Spekulation veröffentlicht hatte. Die Meteorologie steckte am Ende des 19. Jahrhunderts noch ziemlich in den Kinderschuhen.

Die Meteorologen der 1960er Jahre lasen den Artikel, kamen jedoch zu einem anderen Schluß. Sie wußten einfach mehr über die Erdatmosphäre als Arrhenius, Revelle oder Suess. Natürlich kannten sie den „Treibhauseffekt“ von CO2 (der Grundwissen ist), aber sie konnten ihn richtig einordnen zwischen vielem anderen, von dem Revelle und Suess keine Ahnung hatten. Suess scheint das Urteil der Experten akzeptiert zu haben, nicht jedoch Revelle. Als ihm klar wurde, daß die Meteorologen seine Theorie ablehnten, wandte er sich an Nichtwissenschaftler und Teenager, wie den 19-jährigen Al Gore, der nichts über die Atmosphäre wußte, und daher jedes Wort glaubte, das dieser berühmte Wissenschaftler sagte. Vielleicht wußte er nicht einmal, daß Revelle eigentlich ein Ozeanograph war, der auf einem Fachgebiet herumpfuschte, von dem er wenig verstand. Später predigten Nichtwissenschaftler wie Gore anderen Nichtwissenschaftlern. Eine pseudowissenschaftliche Sekte und Pseudoreligion war entstanden, die nichts mehr mit Naturwissenschaft zu tun hatte, und die sich viel schneller verbreitete als jede richtige Religion in der Vergangenheit, dank moderner Kommunikationstechnologie.

Nun haben wir nur noch zwei Möglichkeiten: uns zurückzulehnen und zu warten, bis die Natur den Irrtum korrigiert durch eine Eiszeit, mit dem Risiko der nuklearen Verwüstung in der Zwischenzeit, oder zu versuchen, ihn selbst zu korrigieren, indem wir uns noch einmal an die irregeleitete Öffentlichkeit wenden, auch wenn dies prinzipiell das typische Verhalten von Pseudowissenschaftlern ist.

Roger Revelle und seinesgleichen verstoßen nicht gegen den Kodex eines Geheimbundes, sondern gegen den wissenschaftlichen Geist, indem sie Anerkennung bei Nichtwissenschaftlern suchen. Revelle war selbst Wissenschaftler und Experte auf seinem Gebiet; er hätte es besser wissen müssen. Was hätte er gesagt, wenn Nichtozeanographen ozeanographische Theorien verbreitet hätten? Die einzige Erklärung für sein pseudowissenschaftliches Verhalten, die mir einfällt, ist die extreme Zukunftsangst, die er gehabt haben muß, und die sein klares Denken trübte, zusammen mit seinem blinden Glauben an die Theorie von Arrhenius.


F: Was verursachte die globale Erwärmung von einem halben Grad seit 1980?

A: Auf dieser Website werden vier mögliche Ursachen erwähnt:

1) Natürliche Schwankung, wie die Eiszeiten oder die mittelalterliche Wärmeperiode.

2) CO2 (die einzige Ursache, die Klimatisten akzeptieren).

3) Starke Abholzung, vor allem in den Tropen. (Siehe hier.)

4) Mangelhafte Messung oder Betrug, d.h. das Halbgrad ist nicht real. (Siehe hier.)

Ich persönlich bevorzuge keine dieser Hypothesen gegenüber den anderen. Möglicherweise liegt die Wahrheit in einer Kombination von zwei oder mehr von ihnen. Es kann auch noch weitere Hypothesen geben. Der Klimatismus allerdings hat nichts mit dem Halbgrad zu tun. Die einzige Verbindung zwischen beiden liegt darin, daß die heutigen Klimatisten das Halbgrad als Argument benutzen. Roger Revelle lehrte den Klimatismus lange vor dem Halbgrad; er brauchte es nicht, und es war keineswegs ein halbes Grad, das ihm Sorgen machte, sondern eine viel größere und fortgesetzte Erwärmung im Laufe der Zeit, beruhend auf der CO2-Spekulation von Svante Arrhenius. Revelles Ängste wurden wahrscheinlich verstärkt durch die zunehmende allgemeine Erkenntnis in den 1960er Jahren, daß die Menschheit den Planeten Erde ernstlich schädigen kann. Tatsächlich spielten wir der Umwelt, einschließlich der Atmosphäre, in den letzten 50 Jahren übel mit, was einige dazu bewog, Zivilisation und Wissenschaft komplett zu verdammen. Es war jedoch die Wissenschaft, die Abhilfe schaffen konnte: Wissenschaft gab uns die Autokatalysatoren, und Wissenschaft zeigte uns, wie wir mit dem sauren Regen fertig werden können. Pseudowissenschaft dagegen hilft nie jemandem, außer manchmal den Pseudowissenschaftlern, wie im Fall von John C. Symmes, der im 19. Jahrhundert durch seine Hohle-Erde-Theorie berühmt wurde. Bei Pseudowissenschaft geht es nicht um die Natur, sondern um subjektive Zustände, wie Angst im Fall des Klimatismus, oder Wahnsinn im Fall der hohlen Erde. Deshalb kann Pseudowissenschaft nicht dabei helfen, die Natur zu handhaben.

Vor einiger Zeit gab es eine Schlagzeile: „Mehr CO2 als jemals in den letzten 800000 Jahren!“ Na und? Es gibt heute auch mehr Zahnbürsten auf der Erde als in den letzten 800000 Jahren. Das bedeutet nichts, solange wir nicht fest an die meteorologischen Folgerungen von Nichtmeteorologen aus der Spekulation von Arrhenius glauben. Niemand kannte diese Theorie, bevor das CO2 auffällig wurde; heute gibt es eine Webseite „The Legacy of Svante Arrhenius“, also sein „Vermächtnis“, so als hätte der Erforscher der Elektrolyse in seinem Leben nichts geleistet als diese Spekulation. Es gibt wohl Tausende wissenschaftliche Spekulationen aus den letzten 400 Jahren. Es wird kaum hilfreich sein, wenn wir, sobald uns etwas in der Umwelt auffällt, die gesamte Wissenschaftsgeschichte nach passenden Spekulationen durchsuchen. – Natürlich verändern wir den Planeten, indem wir Häuser bauen, das CO2 erhöhen usw. Wir haben ein Recht dazu: wir sind Teil der Evolution und des Universums ebenso wie Vulkane und Asteroiden, die den Planeten auch verändern. Welchen Sinn macht es, zwischen „natürlichen“ und „künstlichen“ Veränderungen zu unterscheiden? Wir haben uns diese Unterscheidung erst im letzten halben Jahrhundert angewöhnt. Wichtig ist, daß, wenn eine wirkliche Gefahr jeglicher Art besteht, Wissenschaft uns helfen kann, Pseudowissenschaft aber nicht. Wissenschaft half uns gegen den „künstlichen“ sauren Regen, und sie schützt uns ebenso vor den „natürlichen“ Vulkanen, indem sie die Eruptionsprognosen verbessert.

Aber was das Halbgrad angeht, können nicht einmal die fanatischsten Klimatisten ernsthaft glauben, daß es gefährlich ist. Sie benutzen es gern als Argument für ihren Zweck, doch was sie befürchten, ist die gewaltige Erwärmung, die sie von der Theorie des Arrhenius ableiten, eine Erwärmung, die nie wirklich stattfand, an die sie aber fest glauben. Entsprechend verkündeten sie, nachdem kürzlich eine globale Abkühlung gemeldet wurde, prompt, diese könne nur vorübergehend sein, und danach folge eine desto schlimmere Erwärmung. Der Klimatismus ist eine Ideologie, die völlig immun gegenüber der Realität ist. Das meinte ich, als ich schrieb, diese Ideologie werde fortbestehen bis weit in die nächste Eiszeit hinein. (Realitätsverweigerung ist ein häufiges Merkmal von Pseudowissenschaft: Es gibt noch heute Anhänger der hohlen Erde, die alle Satellitenbilder für gefälscht erklären, weil sie die angeblichen Öffnungen an den Polen der Erde nicht zeigen. Vgl. hier.) – Der Klimatismus ist nur erfolgreich, weil er uns an einem schwachen Punkt trifft: der Umwelt. Wir alle wollen sie heute schützen, aber wenige bemerken den grundlegenden Unterschied zwischen dem Klimatismus und allen anderen Maßnahmen (wie z.B. den Autokatalysatoren): Sie alle beruhen auf solider wissenschaftlicher Forschung, während der Klimatismus einzig auf pseudowissenschaftlichen Folgerungen aus einer historischen Spekulation beruht. Nur solide wissenschaftliche Erkenntnis kann der Umwelt wirklich helfen.


F: Fukushima ist nicht so gefährlich, wo ist also das Problem?

A: Zunächst möchte ich betonen, daß alles auf dieser Website, außer dem folgenden, geschrieben wurde vor der furchtbaren Katastrophe in Japan, von der der nukleare Unfall in Fukushima nur ein kleiner Teil ist.

Grundsätzlich sind Unfälle wie Fukushima oder Tschernobyl nicht das eigentliche Problem bei der Atomkraft. Sie sind nur die winzige Spitze eines gigantischen Eisbergs, nämlich dem Atommüll. Dieser gefährliche Müll ist millionen- oder milliardenmal so viel, wie zu irgendeinem Zeitpunkt in einem Atomkraftwerk gelagert ist, und er gibt viele tausend Jahre lang tödliche Strahlung ab. In Deutschland wird er in Salzbergwerken vergraben. Ein paar Kilometer unter diesen Bergwerken fließt glühendes Magma. Niemand weiß, wann an diesem Ort ein Vulkan sein wird (obwohl gutbezahlte Geologen uns versichern, dies sei unmöglich). Wenn das passiert, und die Menschheit den Müll vergessen hat (was wissen wir von den Löchern, die die alten Ägypter gegraben haben?) oder ihn nicht rechtzeitig wegräumen kann, wird ein großer Teil des Mülls in die Atmosphäre geblasen, was alle Diskussionen über das Klima (oder irgend etwas) beenden wird, weltweit und endgültig. Das ist das eigentliche Problem.

In meinem alten Physikbuch von der Schule, in dem die Atomkraft gelobt wird, heißt es, die Salzbergwerke seien nur vorübergehend, und die endgültige Entscheidung über eine wirkliche Lösung stehe noch aus. Damals trübte die Begeisterung über eine neue Energiequelle den Blick vieler Wissenschaftler. – Die endgültige Entscheidung kam nie, weil es keine wirkliche Lösung gibt. Unterdessen häuft sich immer mehr Müll in den Bergwerken an, weil den meisten von uns die Zukunft des Planeten egal ist, auch den Klimatisten, trotz ihres ständigen Geredes von unserer „Verantwortung für künftige Generationen“. Nur wenn alle 25 Jahre ein nuklearer Unfall passiert, ist die Öffentlichkeit schockiert, um es kurz darauf wieder zu vergessen.

Im letzten Teil schrieb ich, wir hätten das Recht, den Planeten zu verändern. Dies gilt jedoch nicht für lang anhaltende Veränderungen, deren Gefährlichkeit wissenschaftlich bewiesen ist. Unsere Experten können mit hoher Präzision die Arten und Beträge der Strahlung berechnen, die unser Atommüll zu einem beliebigen Zeitpunkt in der Zukunft abgeben wird. Das ist völlig anders beim zukünftigen Klima: Hier wissen die Experten so gut wie nichts, nur einige Laien glauben, alles zu wissen.


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