Fragen und Antworten
Warum ist der Klimawandel Pseudowissenschaft, was ist das, und warum ist es gefährlich?
Wer erfand den CO2-Treibhauseffekt, und was ist er genau?
Was ist mit den schmelzenden Gletschern?
Droht nicht beispielsweise Spanien bereits Wassermangel durch den Klimawandel?
Was motiviert die Klimatisten?
Was sagen die Meteorologen zu alledem?
Gab es gar keine Meteorologen in jenen Klima-Forschungsprogrammen?
Warum berührte der Schutz der Ozonschicht nicht die Komplexität der Atmosphäre?
Welche Alternativen zur Atomkraft haben wir auf lange Sicht?
Was kann ich tun?
Ist diese Website nicht selbst pseudowissenschaftlich, da sie sich an die allgemeine Öffentlichkeit wendet?
Was verursachte die globale Erwärmung von einem halben Grad seit 1980?
Fukushima ist nicht so gefährlich, wo ist also das Problem?
F:
Warum ist der Klimawandel
Pseudowissenschaft, was ist das, und warum ist es gefährlich?
A: (Hier geht es um die
Eigenschaften von Pseudowissenschaft, einschließlich der politischen
Folgen wie der Verfolgung von Dissidenten, unter Bezug auf die Theorie
des Klimawandels. Die Theorie selbst wird nicht hier besprochen,
sondern weiter unten. Klicken Sie hier, wenn Sie
diesen Teil zunächst überspringen möchten.)
Pseudowissenschaft ist gekennzeichnet durch nichtwissenschaftliche
Inhalte, die in wissenschaftlicher Sprache abgefaßt sind. Wissenschaft
ist heute hoch angesehen, und so ist es verständlich, daß viele sich
als Wissenschaftler ausgeben
wollen, um ihre Ideen zu verbreiten. Aber in Wirklichkeit sind
Pseudowissenschaftler getarnte
Philosophen. Um ihre vorgefaßten Überzeugungen und Dogmen zu
„beweisen“, verwenden sie selektiv nur solche empirischen
Daten, die zu ihren Theorien passen. Es scheint geradezu, als könne
man so fast alles „beweisen“. Ein bekanntes Beispiel ist
heute der Kreationismus, bei dem die Theorien wörtlich aus der Bibel
genommen werden (wie etwa die Erschaffung der Welt in sechs Tagen),
und dann „wissenschaftlich bewiesen“ werden.
Ein anderes gutes Beispiel, diesmal für echte Wissenschaft, ist
Albert Einsteins Allgemeine
Relativitätstheorie. Diese Theorie begann als eine Idee im Kopf eines
Physikers, der niemals experimentiert hatte. Man könnte
glauben, es handle sich um reine Pseudowissenschaft. Die Theorie ist
so unplausibel wie nur
möglich; kaum jemand konnte sie begreifen. Sogar die anderen Physiker
(darunter auch Einsteins Freund
Max Planck) waren viele Jahre
lang skeptisch. Doch schließlich konnte die Theorie bewiesen werden,
als während einer Sonnenfinsternis ein Stern, der in Wirklichkeit
hinter der Sonne stand, neben ihr gesehen werden konnte, so daß Licht
wirklich vom Schwerefeld einer gewaltigen Masse (der Sonne) gekrümmt
werden konnte. Die Natur
hatte die Idee eines Genies bestätigt. – Einstein formulierte
seine Theorie in mathematischer Sprache, die nur Wissenschaftler
verstehen konnten. Pseudowissenschaftler dagegen wenden sich immer an
die allgemeine Öffentlichkeit. Sie halten sich sowohl von der Natur
als auch von den richtigen Wissenschaftlern so fern wie nur möglich,
weil sie nur allzu gut wissen, daß ihre Theorien vor beiden nicht
bestehen können. Sie verstehen nichts von Mathematik (oder von irgend
etwas); ihr einziges Interesse ist es, ihre Theorien so
plausibel wie möglich zu
machen, um so viele Menschen wie möglich zu überzeugen. Gerade dieses
Verhalten ist typisch für Philosophen, die Anhänger gewinnen wollen.
– Echte Wissenschaftler sagen: „Ob eine Theorie plausibel
ist oder nicht, spielt keine Rolle; es kommt einzig darauf an, daß sie
mit der Natur
übereinstimmt.“ Pseudowissenschaftler sagen: „Die Natur
ist uns egal. Eine Theorie ist wahr, wenn sie so plausibel klingt, daß
viele Menschen sie glauben.“ – Echte Wissenschaftler
sagen: „Wir lieben die Natur. Wir sind neugierig auf sie und
wollen sie besser verstehen.“ Pseudowissenschaftler sagen:
„Wir lieben nur uns selber. Wir
benutzen die Natur und die
‚Wissenschaft‘ nur für unsere persönlichen Ziele, wie
Geld, Macht, Ruhm, oder um zu erreichen, daß die Menschen an die Bibel
glauben.“
Oft führt Pseudowissenschaft zu Sekten, wie auch andere philosophische
oder religiöse Bekenntnisse. Die richtige Wissenschaft wird von
solchen Sekten als Verschwörung zur Vertuschung der
„Wahrheit“ gesehen. Pseudowissenschaft dieser Art kann
meist am Ton ihrer Sprache erkannt werden: er ist mehr wie ein
Predigen; man kann immer die feste Absicht spüren, ein bestimmtes,
vorgefaßtes Ergebnis zu erreichen (und den Leser davon zu überzeugen),
anstatt offen zu sein und die Natur entscheiden zu lassen. Für
gewöhnlich erklären die Pseudowissenschaftler lang und breit, wie sie
diese wunderbare neue Theorie gefunden haben, wie aber die
„etablierten Wissenschaftler“ sie ignorieren, angeblich
nicht aus wissenschaftlichen Gründen, sondern aus Neid, weil sie nicht
selbst darauf gekommen sind. Da die Pseudowissenschaftler nichts
gelernt haben, können sie die Einwände der richtigen Wissenschaftler
gar nicht einmal verstehen (wenn diese sich überhaupt mit ihnen
abgeben).
Sind Pseudowissenschaftler mächtig genug, können sie wirkliche
Wissenschaftler, die nicht mit ihnen übereinstimmen, sogar verfolgen,
so wie die Anhänger der geozentrischen Pseudowissenschaft (bei der die
Erde das Zentrum des Universums ist)
Galilei verfolgten, mit der
Drohung, ihn zu verbrennen. Die Philosophen der globalen Erwärmung
– die glauben, das atmosphärische Kohlendioxid (CO2) verursache eine
Klimakatastrophe – übernehmen bereits diese üble Angewohnheit, indem
sie Skeptiker als „Klimaleugner“ und „politisch
unkorrekt“ beschimpfen, und sie beruflich diskriminieren, dies
traurigerweise besonders an Universitäten. Bücher und Artikel von
Dissidenten werden nicht mehr veröffentlicht. Das ging auch Galilei
so, doch während damals der Vatikan der Zensor war, zensieren sich
heute die Medien selbst, aus Angst, „politisch unkorrekt“
zu sein. Politiker rufen ausdrücklich zum Boykott von
„Klimaleugnern“ auf, wie 2006 die damalige britische
Außenministerin
Margaret Beckett, die diese
sogar mit islamischen Terroristen verglich. (Es braucht wohl kaum
erwähnt zu werden, daß Beckett von der Physik der Atmosphäre
ebensowenig versteht wie
Al Gore,
Angela Merkel oder die anderen
„Klimaschützer“. Sie alle verlassen sich auf ein paar
wenige sogenannte „Experten“, wie etwa den Ozeanographen
Roger Revelle, der 1967 an
der Harvard-Universität dem 19-jährigen Gore und anderen Studenten
ohne jegliche Vorkenntnisse die Erwärmungstheorie in einem Crashkurs
beibrachte. Dabei mußte er freilich die
meteorologischen Einzelheiten weglassen, von
denen er als Nichtmeteorologe nichts wissen konnte, und die sein
Publikum auch nicht verstanden hätte, wodurch
beide Seiten nicht
wußten, worum es eigentlich ging. Es ist nach wie vor ein Rätsel, wie
sich eine der weltbesten Universitäten auf solch erbärmlichen
Dilettantismus einlassen konnte.) –
Verfolgung, Drohungen, Diskriminierung, Zensur und Gewalt sind sichere
Anzeichen für Pseudowissenschaft, oder allgemein für Ideologie. In der
echten Wissenschaft hingegen ist keine Verfolgung nötig, damit eine
Theorie akzeptiert wird; jeder Wissenschaftler kann sie an der Natur
testen und ihre Gültigkeit untersuchen. Hier ist die
Natur der oberste Richter,
nicht menschliche Autoritäten. – Um den
Begriff „Pseudowissenschaft“ weiter zu klären, sollte noch
erwähnt werden, daß er nur für schlechte
Naturwissenschaft verwendet
wird. Der Marxismus war auch schlechte Wissenschaft, aber er war
schlechte Sozialwissenschaft,
und kann deshalb nicht „Pseudowissenschaft“ genannt
werden. Abgesehen von diesem Unterschied haben Marxismus und
„Klimatismus“ aber viel gemeinsam: beide sind Ideologien,
und beide rechtfertigen Verfolgung von Dissidenten und Zensur um der
angeblich „guten Sache“ willen, obwohl die Geschichte
klar zeigt, daß solche Maßnahmen später
immer als falsch erkannt
werden. Es wurde von manchen vermutet, daß viele, die in den späten
1980er Jahren vom Marxismus enttäuscht waren, sich dem Klimatismus
zuwandten, weil sie nicht anders als ideologisch denken können, und
weil sie emotional das Gefühl brauchen, daß die Menschheit gegen
irgend etwas zusammensteht,
wenn schon nicht mehr gegen den Kapitalismus, dann doch wenigstens
gegen das CO2.
Ich selbst bin Informatiker, studierte aber nebenbei auch ein Stück
weit Meteorologie an der Universität (das war, Gott sei Dank, bevor
die Klimaphilosophen die Macht übernahmen!). Aus meiner Sicht ist
Pseudowissenschaft im allgemeinen gefährlich, weil sie die Fähigkeit
zu wirklich wissenschaftlichem Denken verdirbt, und weil wir echte
Wissenschaftler brauchen. Daher geht es bei dieser Website zum Teil
darum, den Unterschied zwischen Wissenschaft und Pseudowissenschaft zu
erklären. (Wenn Sie mehr über meinen Hintergrund erfahren möchten,
gehen Sie bitte zu der Rubrik
„Über mich“. Dort
beschreibe ich auch, wie aus einer einfachen wissenschaftlichen
Hypothese ein pseudowissenschaftliches Dogma werden konnte.)
Die Klima-Pseudowissenschaft im besonderen ist
gefährlich, weil sie zwangsläufig zur Atomkraft führt, die
„klimafreundlich“ sein soll, weil dabei kein CO2
ausgestoßen wird. Dafür wird Atommüll erzeugt, der viele tausend Jahre
lang tödliche Strahlung abgibt, und den Tausende von Generationen bewachen,
verwalten und vor Naturkatastrophen und Terroristen schützen müssen. Hier
in Deutschland (und wahrscheinlich auch in anderen Ländern) wurde die
Atomkraft vor Jahrzehnten gestoppt nicht durch ein paar tausend
Umweltaktivisten, sondern dadurch, daß sich die Bevölkerung immer mehr
hinter sie stellte. Die Bevölkerung wird das nicht mehr tun, wenn die
Menschen überzeugt sind, daß konventionelle Kraftwerke zu einem
Klimakollaps führen. Sie werden dann die Atomkraft für das kleinere
Übel halten. Die Aktivisten scheinen die Illusion zu haben, sie
könnten in der Zukunft die Atomkraft ganz allein stoppen, und sogar
gegen die Bevölkerung,
andernfalls würden sie schleunigst aufhören, die Klimatheorien zu
propagieren. Zu zeigen, warum diese sowieso falsch sind und reine
Pseudowissenschaft, ist das zweite (und hauptsächliche) Anliegen
dieser Website. – Was die Umweltaktivisten angeht, sind mir ihre
Motive nicht klar. Vielleicht denken sie, je mehr Umweltgefahren
sie aufzeigen, desto mehr Menschen entwickeln ein Umweltbewußtsein.
Oder vielleicht denken sie überhaupt nichts. Mein persönlicher
Verdacht ist, daß die Atomindustrie die Klimaphilosophie seit langem
im geheimen gefördert und ihren Propagandaapparat finanziert hat, und
die nichtsahnenden Aktivisten nur benutzte, wohl wissend, daß diese
sich blindlings auf alles stürzen würden, das auch nur entfernt wie
Umweltschutz aussieht. Und die Rechnung ging auf: die ehrlichen und
wohlmeinenden Umweltschützer, die den gerissenen, propagandistisch
geschulten PR-Strategen nicht gewachsen waren, tappten in die
Falle, schluckten den Köder und sind nun selbst die Wegbereiter für
die Atomkraft. Doch genug davon; diese Website soll nicht von
Verschwörungstheorien handeln, sondern von Wissenschaft. –
Immerhin kann man mit Sicherheit sagen, daß niemand aus
wissenschaftlichen Gründen an
den Klimakollaps glaubt, sondern weil er die Theorie
liebt, weil sie ihn glücklich
macht. (Ähnlich wählen sich Menschen ihren Lieblingsphilosophen.)
Einige lieben sie vielleicht, weil sie ihre langjährige Überzeugung
bestätigt, der üble Mensch mache die Erde kaputt; wir alle sind froh,
wenn unsere Überzeugungen immer wieder einmal bestätigt werden. Andere
mögen besonders empfänglich für Propaganda sein, oder sie wollen der
großen Gemeinde der Klimagläubigen angehören, und nicht mehr als
„politisch unkorrekt“ beschimpft werden. (Es mag noch
weitere Gründe geben.)
Die Klimagläubigen beschaffen sich alle Informationen von den
„Experten“ des Klimakollapses; andere Quellen werden
ausgeblendet. Dabei geht es jedoch nicht darum, wirklich Wissenschaft
zu studieren, sondern sich mit Argumenten zu versorgen, um diese in
rhetorischen Streitgesprächen gegen Ungläubige einsetzen zu können.
Diese Methode der ideologischen Kriegführung ist aus der Politik
wohlbekannt. Die Gläubigen haben nicht die leiseste Ahnung von der
Gasgleichung, dem Daltonschen Gesetz oder der Corioliskraft. Warum
sich die Mühe machen, wirklich etwas über die Atmosphäre zu lernen?
Es ist viel bequemer, die Parolen der Experten-Gurus nachzuplappern
(in der falschen Annahme, diese
hätten ihre Hausaufgaben gemacht), und Aufmärsche und Popkonzerte
„für das Klima“ zu organisieren. – So können wir aus
alledem schließen, daß Pseudowissenschaft vieles sein kann:
Philosophie, Ideologie, Politik, Rhetorik, Ignoranz, Aufmärsche,
Popkonzerte, Propaganda und Verfolgung –
niemals aber wirkliche
Naturwissenschaft.
Es gibt übrigens noch ein anderes Phänomen, das leicht mit
Pseudowissenschaft verwechselt werden kann: die Populärwissenschaft.
Wissenschaftsjournalisten wenden sich auch an die allgemeine
Öffentlichkeit, aber in völlig anderer Weise als
Pseudowissenschaftler: Sie gehen nie davon aus, daß ihr Publikum
wissenschaftliche Inhalte
beurteilen könne, und
versuchen daher nie jemanden von irgend etwas zu
überzeugen. Sie sagen:
„Experten haben diese Theorie gefunden. Wir können ihre
Gültigkeit nicht beurteilen, und ebensowenig kann dies unser Publikum.
Aber wir erklären sie der
Öffentlichkeit in populärer Sprache, damit jeder eine Vorstellung
davon bekommen kann, und so teilhaben kann am Fortschritt der
Wissenschaft. Wer allerdings die Gültigkeit der Theorie
beurteilen will, muß sich
erst an einer Universität immatrikulieren und Experte werden.“
(Pseudowissenschaftler sagen: „Man braucht keine blöde
Universität, um meine wunderbare neue Theorie zu beurteilen. Die
faulen Professoren mästen sich doch nur an unseren Steuern.
Wer meine Theorie hört, weiß
sofort, daß sie wahr ist. So wunderbar ist meine Theorie.“) –
Populärwissenschaft gibt es nun schon lange, und wahrscheinlich hatten
alle heutigen Experten ihre erste Begegnung mit Wissenschaft durch
Populärwissenschaft. Diese Website ist auch populär, indem sie
Erläuterungen einfach hält, und frei von Mathematik. Daran ist nichts
Schlimmes, sofern die einfachen Erläuterungen gestützt werden durch
wirkliche Wissenschaft und wirkliche Mathematik, erforscht und gelehrt
von wirklichen Experten an wirklichen Universitäten. (Siehe auch
hier.)
F:
Wer erfand den CO2-Treibhauseffekt,
und was ist er genau?
A: Die Erdoberfläche gibt
Wärmestrahlung ab
(„Schwarzkörperstrahlung“
in der Physik): die
terrestrische Strahlung.
Sie ist in den Weltraum gerichtet, doch muß sie zunächst die
Atmosphäre durchqueren. Diese besteht aus vielen verschiedenen Gasen,
von denen einige (vor allem der Wasserdampf) imstande sind, Teile des
Spektrums der terrestrischen Strahlung zu absorbieren und in Wärme zu
verwandeln. Diese Gase werden volkstümlich „Treibhausgase“
genannt, wegen der entfernten Ähnlichkeit ihrer Wirkung mit den
Strahlungsvorgängen in einem Gewächshaus. Die Atmosphäre gibt wie
jeder physikalische Körper selbst Wärmestrahlung ab, von der ein Teil
auf die Erdoberfläche gerichtet ist und diese erwärmt; dieser Teil wird
atmosphärische Gegenstrahlung
genannt. Auf diese Weise bleibt Energie zwischen der Erde und der
Atmosphäre gefangen. – Der andere Teil der atmosphärischen
Strahlung ist in den Weltraum gerichtet, und ist verantwortlich für 89
Prozent aller Wärme, die uns verläßt, während 11 Prozent direkt von
nichtabsorbierter terrestrischer Strahlung stammen. (Im Weltraum ist
Strahlung die einzige Möglichkeit, Energie zu transportieren;
Wärmeleitung und Konvektion erfordern Materie!) – Manche
meteorologischen Laien,
insbesondere Chemiker, mit ihrer extrem vereinfachten Vorstellung von
der komplexen Atmosphäre, glauben, daß die globalen Temperaturen von
den Mengen der „Treibhausgase“ abhängen, besonders von der
des Kohlendioxids (CO2), obwohl nur einer von 2600 Volumenteilen der
Atmosphäre CO2 ist (weshalb dieses ein
Spurengas genannt wird).
Es gibt keinen wirklichen Hinweis darauf, daß die Mengen von
Spurengasen jemals die globalen Temperaturen beeinflußt haben; dies
bleibt Spekulation. Manche spekulieren, es gebe zwar
diesen Einfluß, doch sei das Absorptionsband des CO2 bereits
„ausgeschöpft“, wodurch zusätzliches CO2 nichts mehr
ändern könne. Wie jedoch wirkliche Meteorologen
aufzeigten, sind alle derartigen Spekulationen wenig bis gar nichts
wert, weil sie alle die Komplexität der Atmosphäre nicht berücksichtigen
(davon wird später die Rede sein!).
Die Hypothese, ein durch den Menschen
verursachter erhöhter CO2-Gehalt der Atmosphäre könne zu einer
Klimakatastrophe führen, geht auf die 1950er Jahre zurück, unter
anderen auf
diese
Veröffentlichung des Ozeanographen
Roger Revelle und des
physikalischen Chemikers
Hans Suess. Die beiden
Nichtmeteorologen waren aber nicht die Begründer
der CO2-Treibhaustheorie; diese war damals schon lange bekannt, und
wurde bereits Jahrzehnte zuvor auf die Venusatmosphäre angewandt. Das
scheint gut funktioniert zu haben, doch was die Erde anbelangt, dürfen
wir nicht vergessen, daß ihre Atmosphäre völlig verschieden von der
der Venus ist: Auf einem Quadratzentimeter der Venusoberfläche lastet
(überschlägig) 200000 mal mehr CO2 als auf einem Quadratzentimeter auf
der Erde. – Noch früher entwickelte der physikalische Chemiker
und Nobelpreisträger
Svante Arrhenius
(ebensowenig ein Meteorologe wie Revelle oder Suess!) eine Theorie, nach
der die Eiszeiten durch einen verminderten CO2-Gehalt der Atmosphäre
entstanden sein sollten. Dieser wiederum sollte auf verminderter
vulkanischer Tätigkeit beruhen, denn Vulkane stoßen unter anderem auch
viel CO2 aus. Unklar blieb dabei, warum so viele Vulkane gleichzeitig
ihre Tätigkeit einstellen sollten, denn das entspricht nicht unserem
Verständnis des Vulkanismus. (Daneben gibt es auch die bekanntere
umgekehrte Theorie, nach der gerade ein gewaltiger Vulkanausbruch eine
Eiszeit auslösen könnte, so wie der Tambora-Ausbruch das „Jahr
ohne Sommer“ 1816.)
Wie aber kam Arrhenius ausgerechnet auf das CO2? Daß
wir heute darauf kommen, ist
klar: Wir müssen unser Augenmerk auf Substanzen richten, die wir in
das „System Erde“ einbringen, und sie auf etwaige
Schädlichkeit untersuchen. Bezüglich der Atmosphäre ist das CO2, das
Verbrennungsprodukt der fossilen Brennstoffe, eine dieser Substanzen
(andere sind das Ozon oder das von den atomaren
Wiederaufbereitungsanlagen ausgestoßene radioaktive Krypton 85, die
zwar für uns schädlich sind, von denen aber niemand je eine
Klimarelevanz behauptete). – Dieses Umweltschutzdenken war aber
vor über hundert Jahren noch völlig unbekannt; außerdem war damals der
CO2-Anstieg noch nicht auffällig. Arrhenius kann also kaum an eine
menschengemachte Klimaveränderung gedacht haben, sondern wirklich nur
an die Eiszeiten. – Warum also gerade das unauffällige Spurengas
CO2? Es ist ja nicht einmal besonders effizient als „Treibhausgas“, denn
es absorbiert nur ein schmales Band des Spektrums der terrestrischen
Strahlung (bei etwa 15 Mikrometer Wellenlänge),
während der Wasserdampf (gasförmiges Wasser,
„Luftfeuchtigkeit“) große Teile des Spektrums abdeckt.
Nicht nur ist er das bei weitem bedeutendste „Treibhausgas“, sondern er spielt eine
weitere wichtige Rolle in der Energetik der Atmosphäre: 1,6 Liter
Wasser, als Luftfeuchtigkeit in der Atmosphäre verteilt, enthalten
eine Kilowattstunde latente Energie (Verdampfungswärme), die dort zu
Wärme wird, wo die Luftfeuchtigkeit zur Wolke kondensiert. (Aus diesem
Prozeß beziehen z.B. die Hurrikane ihre Energie.) Wolken wiederum
beeinflussen den Energiehaushalt des Systems Erde-Atmosphäre, indem
sie das Sonnenlicht reflektieren, und uns dadurch Energie entziehen.
– Die heutigen Klimaphilosophen sagen: Der Wasserdampf war schon
immer da, aber das viele CO2 ist neu. Sie stellen sich vor (und auch
Arrhenius tat dies offenbar), wenn man ein Element in der Atmosphäre
(das CO2) isoliert verändere, könnten dennoch alle anderen Elemente
gleich bleiben. In einem komplexen System wie der Erdatmosphäre ist
das aber unmöglich, denn alle Elemente sind untrennbar miteinander
verkoppelt. Es könnte also durchaus sein, daß ein höherer
CO2-Gehalt – wie der theoretische Meteorologe
Heinz Fortak vorschlug
– letztlich etwas mehr Bewölkung bewirkt (wenig wäre hier schon
viel, denn immerhin 24 Prozent der einfallenden Sonnenstrahlung gehen
uns durch Reflexion an Wolken verloren), und damit seinen eigenen
„Treibhauseffekt“ ausgleicht.
Die Komplexität der Atmosphäre geht aber noch viel weiter, denn alles,
was sie berührt, kann sie beeinflussen, wie etwa Pflanzen, Tiere
(vielleicht sogar Schmetterlinge, siehe unten), Berge und besonders
die Ozeane. Sie tauschen ständig Energie und Gase (hauptsächlich
Wasserdampf, aber auch z.B. CO2) mit der Atmosphäre aus. Der
Mathematiker und Computerpionier
John von Neumann hatte
zweifellos recht, die Atmosphäre das zweitkomplexeste System zu
nennen, das wir kennen, nach dem menschlichen Gehirn. Und wie das
Gehirn ist das „System Atmosphäre“ hochgradig
nichtlinear, was bedeutet,
daß die Proportionalität von Ursache und Wirkung verletzt
scheint (was natürlich nicht
wirklich stimmt; auf einer gewissen Ebene bleibt sie gültig!).
Nichtlinearität bedeutet, daß kleinste Ursachen zu größten Wirkungen
führen können, wofür das bekannteste Beispiel der Schmetterling ist,
der den Tornado auslöst. Natürlich hat niemand je dergleichen
beobachtet; Tatsache ist jedoch, daß ein kleiner Unterschied in einem
gegebenen Zustand der Atmosphäre zu einem großen Unterschied in einem
späteren Zustand führen kann. Diese Eigenschaft macht Prognosen der
Atmosphäre so schwierig. Niemand kann z.B. einen Hurrikan voraussagen,
bevor er sich gebildet hat, und selbst danach kann sein zukünftiges
Verhalten nicht für mehr als etwa einen Tag vorausgesagt werden,
jedenfalls nicht verläßlich. – Die
Wikipedia
bemerkt dazu: „Das Wetter ist berühmt für seine Nichtlinearität,
bei der einfache Änderungen an einem Teil des Systems komplexe
Wirkungen über das gesamte System erzeugen.“
Wenn ein System so komplex ist, daß wir theoretisch nicht weiterkommen,
müssen wir zum Experiment greifen. Da wir die komplexe Atmosphäre
nicht im Labor nachstellen können (jedenfalls nicht aussagekräftig),
müssen wir die richtige Atmosphäre künstlich
mit CO2 anreichern, und dann ihre Reaktion beobachten. Dieses
Experiment führt die Menschheit gerade durch, obwohl natürlich die
Verbrennung der fossilen Brennstoffe nicht als Experiment gedacht ist,
sondern der Energiegewinnung dient. Das bisherige Ergebnis ist
niederschmetternd für die CO2-Theorie, denn es gab nur eine geringe
globale Erwärmung für einige Zeit, und heute haben wir eine globale
Abkühlung, trotz des weiterhin gleichmäßig steigenden CO2-Gehalts.
Unsere Atmosphäre hat gesprochen. Wir können das Ergebnis hochmütig
hinwegreden, weil wir es theoretisch nicht verstehen. Oder wir
können einfach dankbar sein, daß unsere Atmosphäre unsere Aktivitäten
so gut toleriert, und sozusagen „Verständnis hat“ für
unseren Energiebedarf. Wir können das als eine der unzähligen Gaben
ansehen, die die Natur uns schenkt.
Ein sehr weiser Mann sagte einmal: „Hätte die Menschheit mit dem
Verdauen gewartet, bis sie die Verdauung theoretisch versteht, so wäre
ihre Entwicklung nicht möglich gewesen. Die Menschen mußten resolut
darauf los verdauen, und das theoretische Verständnis einer späteren
Zeit überlassen.“
Vielleicht noch ein Wort zu Svante Arrhenius: Er war ein wahrhaft
genialer Schöpfer ungewöhnlicher und teils skurriler Ideen, auf den
verschiedensten Gebieten. Wir brauchen solche Menschen: Selbst wenn
sich 9 von 10 solcher Geistesblitze später als Hirngespinste erweisen,
könnte doch der zehnte eine wissenschaftliche Revolution auslösen. Wir
müssen uns nur hüten, solche Hypothesen als „absolute
Wahrheiten“ zu nehmen. Hier einige Kostproben: 1) Arrhenius
schlug vor, die Erde habe einen Schweif (wie ein Komet, nur extrem
dünn). Dieser sollte den Gegenschein erklären, ein astronomisches
Phänomen. 2) Arrhenius war der Hauptvertreter der
„Panspermie“, nach der im Weltall frei schwebende
Bakteriensporen neue Planeten besiedeln sollten. Er berechnete die
optimale Teilchengröße dafür, und verglich sie mit der mittleren
Sporengröße. Sporen von der Erde sollten Mars in 20, und Jupiter in 80
Tagen erreichen. 3) Arrhenius versuchte die wechselnden Farben des
Mars als Ergebnis chemischer Reaktionen zu erklären. Dies zeigt
wiederum seine Tendenz, die er wahrscheinlich mit vielen Chemikern
teilt, alles auf Chemie zu reduzieren. Beim Mars könnte das immerhin sogar
funktionieren, während die Reduktion der hochkomplexen Erdatmosphäre
auf eine einzelne chemische Substanz (CO2) ganz einfach dilettantisch
und lachhaft ist. – Natürlich erhielt Arrhenius seinen
Nobelpreis nicht für solche Theorien, oder für seine CO2-Spekulation.
Tagsüber, auf seinem eigenen Gebiet, war er ein brillanter
Wissenschaftler, der bedeutende Entdeckungen machte. Nach Feierabend
spekulierte er und erfand neue Theorien, so wie andere zum Kegeln
gehen.
F:
Was ist mit den schmelzenden
Gletschern?
A: Schmelzende Gletscher an
irgendeinem Ort der Erde sind kein Anzeichen für eine künftige
Klimakatastrophe. Regionale Schwankungen der Temperatur haben nichts
mit globaler Erwärmung zu tun. Der Sommer 03 war in Mitteleuropa um
mehrere Grad zu warm, der Winter 09/10 um mehrere Grad zu kühl. Diese
durch die Eigenschaften der atmosphärischen Zirkulation bedingten
Schwankungen sind um ein Vielfaches
stärker als die in Hundertstelgraden (pro Jahr) gehandelte
durchschnittliche Veränderung des globalen Mittelwerts. Wenn in einer
Region Gletscher schmelzen, so liegt das nicht an der geringfügigen
globalen Erwärmung von ein paar Zehntelgrad in den letzten Jahrzehnten
(diese würde nicht ausreichen), vielmehr war es dort in den letzten
Monaten oder Jahren
zirkulationsbedingt
(erheblich) zu warm. Dafür waren dann andere Regionen kühler als
normal, denn das globale Mittel ist ja – verglichen mit den
starken zirkulationsbedingten Schwankungen – fast konstant.
Anders gesagt: Gletscher schmelzen durch eine Veränderung in der
Verteilung der Wärme, nicht
durch eine globale Temperaturänderung.
Ein historischer Fall eines solchen Effekts ist die Polerwärmung vor
100 Jahren: Wie jeder Meteorologe und jeder Geologe irgendwann einmal
gelernt haben muß, schrumpfte
zwischen 1890 und 1940 die Dicke des arktischen Eises um ein Drittel,
die bedeckte Fläche um 10 bis 15 Prozent. Dies hatte nichts mit einer
globalen Erwärmung zu tun,
sondern mit einer zeitweiligen Intensivierung der globalen Zirkulation
der Atmosphäre. Beide Polargebiete brauchen (und bekommen durch
die Zirkulation) Energie aus niedrigeren Breiten, und eine stärkere
Zirkulation liefert mehr davon, was zu einer
lokalen Erwärmung der
Polargebiete führt, auf Kosten der niedrigeren Breiten, indem die
Atmosphäre mehr „umgerührt“ wird. Ab 1940 schwächte
sich die Zirkulation ab, die Polargebiete waren wieder mehr „auf sich
selbst gestellt“, und das arktische Eis wuchs so schnell zurück,
daß in den 1970er Jahren eine neue Eiszeit befürchtet wurde.
(Witzigerweise erhielt etwa zur gleichen Zeit
Al Gore seine
Treibhausbelehrung durch Roger Revelle!)
Keinesfalls könnte all dies etwas mit CO2 zu tun gehabt haben, allein
schon deshalb nicht, weil es noch relativ wenig davon gab. Außerdem
setzte es seinen Anstieg nach 1940 fort. (Die Polerwärmung kam
wahrscheinlich schon früher öfters vor, wurde aber noch nicht
beobachtet.)
Was globale (nicht lokale)
Erwärmung und CO2 angeht, stehen zwei Tatsachen
unumstößlich fest:
1. Der CO2-Gehalt der Luft hat in den letzten 200 Jahren um die Hälfte zugenommen.
2. Der reale globale Temperaturverlauf der Atmosphäre in diesem Zeitraum
entspricht nicht einmal annähernd dem aus diesem enormen CO2-Anstieg
theoretisch (unter Laborbedingungen) zu erwartenden.
Daraus folgt
3., daß die noch wenig verstandene, hochkomplexe freie Atmosphäre anders
auf CO2 reagiert als das Labor. Entweder verfügt sie über Mechanismen – noch
unbekannte oder bislang unterschätzte –, die stärker sind als der
„Treibhauseffekt“ des CO2, oder es gibt einen anderen Grund für diese
empirische Tatsache. Nichts weist darauf hin, daß die Atmosphäre ihre
„Immunität“ gegenüber dem CO2 plötzlich
verlieren könnte. Die Erwärmungspropheten ignorieren diese Immunität
und erstellen deshalb heute
die gleichen Prognosen von 5 Grad pro Jahrhundert wie vor
30 Jahren, obwohl diese bereits jämmerlich fehlschlugen, denn über
ein halbes Grad kam die Erwärmung kaum hinaus, und inzwischen haben
wir sogar eine globale Abkühlung. Insofern wird auch immer zweifelhafter,
ob das halbe Grad überhaupt mit dem CO2 zusammenhängt (als zwar stark
abgeschwächte Wirkung, aber immerhin), denn natürliche Schwankungen
der globalen Temperatur hat es immer gegeben, auch abgesehen von den
Eiszeiten. Über deren Ursache wie auch über die der kleineren Schwankungen
gibt es bis heute nur Spekulationen.
Jedem ernsthaften Naturwissenschaftler muß inzwischen klar sein, daß die
Hypothese der CO2-bedingten Wärmekatastrophe gescheitert ist, auch wenn er
sich das nicht offen zu sagen traut. Das Problem ist ja nicht, daß die
Hypothese einmal aufgestellt wurde. Wissenschaftler stellen täglich
Hypothesen auf, und verwerfen sie wieder, wenn sie sich nicht bestätigen.
Das Problem ist, daß sich in diesem Fall wissenschaftliche Laien darauf
stürzten, die die Hypothese für eine gesicherte Tatsache hielten. Zunächst
waren das umweltbewegte Idealisten, die gleichgültige oder (mutmaßlich) von
Interessenverbänden bezahlte „Klimaleugner“ in einen
Topf warfen mit Skeptikern, die ernste
wissenschaftliche Zweifel hatten (und schließlich recht behielten).
Diesen blinden und aggressiven Idealismus machten sich später
Politiker und Geschäftemacher zunutze. So wurde aus einer
wissenschaftlichen Hypothese Ideologie, politisches Programm und
Wirtschaftsfaktor. Nun glaubt man nicht mehr zurück zu können, aus Angst,
Gesicht und Geld zu verlieren. Lieber setzt man auf Atomkraft und leitet
die nukleare Verseuchung des Planeten ein, in der Hoffnung, diese nicht mehr
selbst erleben zu müssen. (Paradoxerweise sind gerade die Umwelt-Idealisten
maßgeblich mit schuld daran: Wissenschaftliche Ignoranz kann aus
edelsten Umweltschützern ärgste Umweltfeinde machen, so im Fall
von Greenpeace, die
bis heute, unbelehrbar durch die Natur, auf ihrer Erwärmung beharren,
in der lächerlichen Hoffnung, die Menschheit von Kraftwerken und
Zivilisation überhaupt abbringen zu können.) – Um nun die
Bevölkerung erwärmungsmäßig bei der Stange zu halten, sendet man
„Wärmereporter“ aus, die überall in der Welt nach Orten
suchen sollen, die zirkulationsbedingt
gerade besonders warm sind, um diese dann als „Beweis“ für
die künftige Katastrophe vorzuführen. In Mitteleuropa waren die
mobilen Wärmereporter vor allem im Sommer 03 und im warmen April 07 zu
Gast; im kalten Winter 09/10 ließen sie sich hier nicht blicken.
Vielleicht waren sie in Vancouver, denn bei den Olympischen
Winterspielen dort wurde über zu warmes Wetter geklagt. Es handelt sich
dabei um die gezielte Selektion von
Daten zu einem bestimmten Zweck, die für Pseudowissenschaften
so typisch ist. Wer davon überzeugt ist, bei Vollmond ändere sich stets das
Wetter, merkt sich nur diejenigen Fälle, in denen das eintrat. Es
kommt ja auch tatsächlich immer wieder einmal vor, und ebenso läßt sich
immer wieder da und dort ein schmelzender Gletscher finden.
Eine globale Erwärmung ist vergleichbar dem Eintreffen der Flut an einer
Küste mit hoher Brandung: Jeder Wellenkamm ist ein bißchen höher als der
letzte, jedes Wellental ein bißchen weniger tief als das letzte. Ein Beobachter
nimmt nicht das Ansteigen des Wassers wahr, sondern nur die Wellen (die im Beispiel
den zirkulationsbedingten Schwankungen entsprechen). Der „Wärmereporter“ entspricht dann
einem, der immer auf die Wellenkämme zeigt und ruft: „Da kommt die Flut!“, und
die Wellentäler ignoriert. Die wirkliche Flut zeigt sich aber erst über
längere Zeit in einer allmählichen Anhebung des gesamten „Systems“.
Entsprechend können wir auch eine globale Erwärmung nicht bemerken; wir
nehmen einzig die „Wellen“ der atmosphärischen Zirkulation wahr, in Form
von warmen, kühlen, trockenen und feuchten Perioden. An einem Beispiel:
Daß wir an einem heißen Sommertag, an dem wir 1980 35 Grad gehabt
hätten, heute unter sonst gleichen Bedingungen 35½ Grad haben, können
wir nicht bemerken; dies kann nur mit statistischen Methoden festgestellt
werden. Sehr wohl bemerken wir es aber, wenn einige Tage später durch
eine Umstellung der Zirkulation die Höchsttemperatur nur noch 15½
(1980: 15) Grad beträgt (was die überstürzte Abreise der Wärmereporter
zur Folge hat). – Zwar versuchte man zu Propagandazwecken eine
selbst geringe globale Erwärmung mit Eigenschaften der Zirkulation in
Verbindung zu bringen (mehr Stürme usw.), doch gelang dies nicht
überzeugend (z.B. blieb die „Katrina“-Hurrikan-Saison
2005, die damals als Beginn des Klimakollapses verkauft wurde, eine
einmalige Episode). Allenfalls kann eine stärkere Zirkulation, wie
oben erläutert, die Ursache
(nicht die Wirkung!) einer lokalen Erwärmung der Polargebiete sein,
die dann jedoch beträchtlich mehr als ein halbes Grad über
Jahrzehnte beträgt. Wenn wir heute wirklich eine Zunahme von Stürmen
in mittleren und höheren Breiten haben, und wenn wirklich das
arktische Eis schrumpft (d.h. beides nicht nur Propaganda ist), so
bedeutet dies, daß die meteorologischen Laien, die sich heute
„Klimatologen“ nennen,
zwei völlig verschiedene Phänomene
durcheinanderwerfen: 1) eine geringe globale Erwärmung für eine
Zeitlang ohne jegliche Wirkung, außer auf die Statistik, und 2) eine
Intensivierung der Zirkulation wie die zwischen 1890 und 1940, die die
Polerwärmung verursacht. Dieses Durcheinanderwerfen kann unabsichtlich
sein oder absichtlich, um die Atomkraft zu fördern, indem alles dem
CO2 angelastet wird. Doch wenn es auch für die Ursachen beider
Phänomene nur Spekulationen gibt, kann jedenfalls das zweite unmöglich
mit CO2 zu tun haben, weil es schon früher auftrat, und bei noch wenig
CO2.
Die gegenwärtige globale Abkühlung verläuft natürlich ebenso
unmerklich wie die Erwärmung zuvor, und es wäre ebenso unsinnig, etwa
den kalten Winter 09/10 damit in Verbindung bringen zu wollen.
Er entspricht einfach einem Wellental, und so gibt es auch weiterhin
genügend Wellenkämme, auf die die Wärmereporter zeigen können. Selbst
wenn die Atmosphäre das halbe Grad Erwärmung komplett zurücknimmt oder
sich gar noch weiter abkühlt, wird es doch immer noch heiße Sommer
geben, die man als Vorboten einer Wärmekatastrophe verkaufen kann. Es
gab sie auch vor der Erwärmung, in Mitteleuropa z.B. 1975, 76 und 83.
Damals kam es niemandem in den Sinn, deshalb eine Katastrophe zu
prophezeien. – Allgemein waren die Menschen früher gescheiter.
Hier zwei Beispiele: 1) Wie oben erwähnt, schrumpfte zwischen 1890 und
1940 das arktische Eis drastisch. Doch anders als heute verursachte
dieses Phänomen nicht die geringste Aufregung, geschweige denn
Panik. Es gab keine rührseligen Geschichten von traurigen Eisbären,
die auf Eisschollen sitzen. Freilich gab es damals keinen Sündenbock,
den man verantwortlich machen konnte, so wie heute das CO2. Auch gab
es keine Atomindustrie, die die perfekte Lösung für die Eisbären
anbieten konnte: ihre vollständige Ausrottung durch nukleare
Verwüstung. 2) Hermann Hesse
beschreibt in seiner Erzählung „Der Zyklon“ sehr
anschaulich einen Tornado, der (am 1. Juli 1895) Teile seiner
Heimatstadt Calw verwüstete. Damals nahm man dies für das, was es war:
eine Laune der Natur; heute würde es – wie vielleicht auch im
Mittelalter – eine Flut düsterster Prophezeiungen nach sich
ziehen. Die CO2-Ideologie hat viele von uns zu
„Wetterdeutern“ gemacht, die aus einer momentanen
Wetterlage die Zukunft weissagen, so wie manche aus den Sternen oder
den Karten.
F:
Droht nicht beispielsweise Spanien
bereits Wassermangel durch den Klimawandel?
A: Seit langem ist bekannt,
wie empfindlich gerade die Mittelmeerregion auf Abholzung reagiert. In
Spanien hat man sich darin nicht gerade zurückgehalten. Zusätzlich zur
geplanten Abholzung haben immer wieder kriminelle
Grundstücksspekulanten Wälder angezündet. Wenn Spanien zuwenig Wasser
hat, so liegt dies genau daran. Klima und Wasser Mitteleuropas haben
sich dagegen in den letzten Jahrzehnten nicht nennenswert
verändert. Der theoretische Meteorologe
Heinz Fortak schlug sogar
vor, eine leichte globale Erwärmung könnte durch die weltweite massive
Abholzung verursacht sein. Das ist natürlich auch nur Spekulation,
wie die CO2-Theorie. Eine Tatsache ist aber, daß durch die Fixierung
auf den Universal-Sündenbock CO2 die wirklichen Umweltprobleme immer
mehr in den Hintergrund gedrängt werden. Es ist freilich immer viel
bequemer, einen einzelnen Sündenbock zu haben, anstatt komplizierter
Probleme.
In diesem Sinne könnte die Botschaft der Atomindustrie an die Spanier
etwa so lauten: „Keine Sorge, die Lösung ist gefunden: Das CO2
ist der Ursprung alles Bösen! Holzt ruhig weiter ab, verbrennt alle
Wälder; ihr braucht sie nicht mehr. Was ihr braucht, sind
Atomkraftwerke, um das teuflische CO2 auszutreiben. Dann wird alles
gut, und reichliches Wasser wird Spanien zu einem Garten Eden
machen.“ – Statt dessen wird dann folgendes eintreten:
Spanien wird vollends zur Wüste werden, jeglicher Regen wird durch
Wadis rasch ins Meer fließen, und obendrein wird die Wüste nuklear
verseucht sein.
(Übrigens durchzieht die Vorstellung des
„Universal-Sündenbocks“ die gesamte Geschichte. Nur waren
es für gewöhnlich Menschen, wie Hexen oder Minderheiten. Waren die
Hexen verbrannt, waren alle Probleme wie weggeblasen. Man sollte es
wohl als Fortschritt ansehen, daß nun erstmals eine leblose chemische
Substanz als „Hexe“ dämonisiert wird.)
F:
Was motiviert die
Klimatisten?
A: Die Klimatisten, die
Verkünder der Philosophie der CO2-bedingten globalen Erwärmung, können
verschiedene Motive haben. Soweit ich ersehen kann, gibt es sechs
Kategorien von Klimatisten, die im folgenden aufgeführt sind. Das
ursprüngliche Motiv ist Zukunftsangst, beruhend
auf der CO2-Spekulation von
Svante Arrhenius, doch gilt
dies heute nur noch für die Kategorien 1, 3 und 4. In den anderen
Kategorien ersetzt der persönliche Vorteil die ursprüngliche Sorge.
1) Die Gläubigen: Nichtmeteorologen, die von anderen Klimatisten
indoktriniert sind. Sie glauben an den Klimatismus, so wie andere an
Gott glauben. Nach dieser neuen Religion ist jede Schneeschmelze, jede
Hitzewelle und jedes Gewitter CO2-bedingt.
2) Die wissenschaftlichen Feiglinge: Wissenschaftler (meist
Meteorologen), die wissen, daß der Klimatismus Pseudowissenschaft ist,
und daß die angeblichen „Symptome“, wie
schmelzendes Eis oder
Wassermangel, nichts mit einer globalen
Temperaturänderung von einem halben Grad, geschweige denn mit CO2, zu
tun haben. Aber sie halten den Mund und beweisen sich als besonders
„gute Klimatisten“, um nicht als Dissidenten
verfolgt zu werden.
3) Die taktischen Lügner: Wissenschaftler, die wissen, daß die
„Symptome“ andere Ursachen haben, die aber fest an die Theorie
von Arrhenius glauben. Sie sagen: „Die Menschen sind dumm. Wenn
wir die Wahrheit sagen, nämlich daß es keine Symptome gibt, daß aber
unserer Meinung nach, und gemäß Svante Arrhenius, es in 100 Jahren um
5 Grad wärmer sein wird, und in 200 Jahren um 10 Grad, und in 2000
Jahren um 100 Grad, nehmen uns die dummen Menschen nicht ernst.
Deshalb lügen wir sie lieber an, zu ihrem eigenen Besten, indem wir
ihnen schon heute die ersten „Symptome“ der zukünftigen
Katastrophe präsentieren, damit sie uns glauben. Die dummen Menschen
werden uns später dafür danken, daß wir sie belogen haben.“
– Alle Propagandisten sagten das, aber niemand dankte ihnen
jemals später. Die Kommunisten logen, um „bessere
Gesellschaften“ gemäß Karl Marx aufzubauen. Nachdem diese
zusammengebrochen waren, bedankte sich niemand bei den Lügnern. Nichts
Gutes kann jemals von Lügen kommen.
4) Die wissenschaftlichen Fanatiker: Für sie war Arrhenius unfehlbar.
So stark ist ihr Glaube und ihre Bewunderung für ihn, daß sie die
immerwährende Erwärmung offen predigen, ohne sich in Lügen über
„Symptome“ zu flüchten, und sogar auf die Gefahr hin,
ausgelacht zu werden.
5) Die Kapitalisten: Menschen, die am Klimatismus verdienen, wie
Aktionäre der Atomindustrie oder von Herstellern von Wind- und
Solarkraftanlagen (alles CO2-frei!). Sie brauchen die CO2-Ängste der
Menschen, um reich zu werden.
6) Die Bestochenen: Politiker und Wissenschaftler, die von der
Atomindustrie oder anderen Interessengruppen bezahlt werden.
(Hypothetisch.)
Natürlich können wir nicht leicht bestimmen, zu welcher Kategorie ein
bestimmter Klimatist gehört, außer bei
Al Gore, der zur ersten
gehört, und bei Roger Revelle, der zur vierten
gehörte. Die sechste Kategorie ist noch hypothetisch, weil wir noch
keinen Beweis für Bestechung haben.
Übrigens sind nicht nur die „Symptome“ keine wirklichen
Symptome, sondern die Messung von einer so geringen Erwärmung wie
einem halben Grad ist selbst fragwürdig. (Eine Erwärmung von 100 Grad
in 2000 Jahren könnten wir sicherlich messen, doch würde diese
auch wirkliche Symptome hervorrufen!) Jeder Motorradfahrer weiß aus
eigener Erfahrung, daß die Temperaturen sich über Entfernungen von nur
einigen hundert Metern um mehrere Grad ändern können, besonders an
sonnigen Sommertagen. Z.B. kann man den kühlen katabatischen
(=abwärts bewegten) Wind von einem bewaldeten Hügel in ziemlicher
Entfernung spüren, auch wenn sonnige Wiesen dazwischen liegen. So
könnte also eine geringe „globale Erwärmung“ leicht
vorgetäuscht werden, einfach durch geringfügiges Verlegen der
Meßsensoren in geeigneter Richtung. Da außerdem die Daten meist von
Klimatisten gehandhabt werden, ist auch direkte Fälschung möglich, und
wurde bereits in mindestens einem Fall von Kritikern behauptet. Die
Messungen müßten gleichmäßig über den gesamten Planeten verteilt sein,
einschließlich der Antarktis und aller Ozeane, was nicht der Fall ist.
Statt dessen werden die Lücken mit fiktiven Daten ausgefüllt, die
erzeugt werden durch Computersoftware, die von Klimatisten stammt.
Trotz der schwerwiegenden Folgen (Atomkraft)
wird all dies in keiner Weise von unabhängigen Beobachtern überwacht.
Das ist wie eine Wahl, bei der nur eine Partei die Stimmen auszählt.
– Damit sind also nicht nur die globalen Temperaturen im Bereich
von Zehntelgraden technisch
schwer zu bestimmen, sondern die Messung ist auch in der Hand von
Menschen mit philosophischen oder finanziellen Absichten, abhängig von
den obigen Kategorien. Es mag Zufall sein oder nicht: die Erwärmung
setzte genau ein, nachdem die sogenannten „Klimatologen“
(siehe im nächsten Teil, „Forschungsprogramme“) ihre
gewaltige Erwärmung bei ihrer „Weltklimakonferenz“ 1979
festgelegt hatten. Es war entweder Pech oder schlechte Koordination,
daß die Erwärmung nicht mit ihren Prognosen Schritt halten
konnte. – Wenn wir die falschen „Symptome“ und die
fragwürdigen Daten wegnehmen, bleibt wirklich und buchstäblich nur
eine einzige Grundlage und
Motivation für den Klimatismus: die Spekulation des Chemikers Svante
Arrhenius aus dem 19. Jahrhundert.
F:
Was sagen die Meteorologen zu
alledem?
A: Meteorologen sind keine
„Wetterfrösche“, sondern Akademiker, die an der
Universität ein langes und schwieriges, hauptsächlich
mathematisch-physikalisches Studium durchlaufen haben, das
ausschließlich die Erdatmosphäre behandelt; daher sind sie ihre besten
Kenner. Sie wehrten sich so lange wie möglich
gegen die Erwärmungstheorie, die von Chemikern stammte, die glaubten,
klüger zu sein als die Experten, und ohne weiteres die Ergebnisse von
Laborexperimenten auf die komplexe freie Atmosphäre übertragen zu
können. Nur Meteorologen konnten wissen, daß dies nicht möglich
ist. 1973 schrieb der Meteorologe Prof. Dr.
Fritz Möller von der
Universität München: „(...) wurde eine CO2-Zunahme von 292 ppm
im Jahre 1900 auf 330 ppm im Jahre 1950 gemessen. Dies hat nebenbei zu
allerlei Spekulationen über eine künstliche Beeinflussung des Klimas
durch den Menschen geführt, die jedoch nicht haltbar sind, weil andere
Einflüsse, wie etwa Schwankungen der allgemeinen Zirkulation,
erheblich größer sind.“ (F. Möller, „Einführung in die
Meteorologie“, Band 1, Mannheim 1973, S. 37) Mit
„Spekulationen“ meinte er Veröffentlichungen wie
diese
von 1957, von dem Ozeanographen
Roger Revelle und dem
physikalischen Chemiker
Hans Suess, sowie die darauf
folgende Propaganda, die zunächst von anderen Nichtmeteorologen kam,
später aber sogar von
Nichtwissenschaftlern wie
Politikern, Schauspielern und Popsängern, von Menschen also, die nicht
einmal wissen, wie wissenschaftliche Erkenntnis zustande kommt. 1971
konterte der Meteorologe Prof. Dr.
Heinz Fortak von der Freien
Universität Berlin mit einer Gegenspekulation, nach der mehr CO2 ein
wenig mehr Bewölkung bewirkt, und dadurch seinen eigenen
„Treibhauseffekt“ ausgleicht (H.
Fortak: „Meteorologie“, 2. Auflage, Berlin 1982, S. 78).
– Hätte die Menschheit auf diese
wirklichen Experten der
Atmosphäre gehört, anstatt auf Chemiker, Ozeanographen, Schauspieler
und Popsänger, so wäre ihr die Klima-Massenhysterie erspart geblieben,
und damit auch die zukünftige
Atomkraft-Bedrohung. Wie bereits erwähnt,
zeigen die empirischen Daten heute, daß die wirklichen Experten recht
hatten. (Übrigens waren beide zitierten Meteorologen sehr besorgt über
die damaligen wirklichen
Umweltprobleme, wie Ozon und saurer Regen, und
können daher nicht „von den Ölkonzernen bestochen“ gewesen
sein, wie man später von allen „Klimaleugnern“
behauptete.)
Seit „Klimaleugner“ verfolgt werden,
huldigen die meisten Meteorologen der Erwärmungsphilosophie, besonders
wenn sie einen Job zu verlieren und eine Familie zu ernähren haben.
Das ist natürlich verständlich: Selbst Galilei gab angesichts des
Scheiterhaufens der Inquisition zu, daß sich die Sonne um die Erde
bewegt. – Würde ein Wetterpräsentator im Fernsehen auch nur
ein Wort gegen den Klimakult
sagen, so wäre dies seine letzte Sendung gewesen.
„Klimaleugner“ an Universitäten, die den Mund auftun,
werden degradiert oder, sofern rechtlich möglich, entlassen.
Der Grund ist einfach: kein Fernsehsender und keine Universität möchte
als „politisch unkorrekt“ gebrandmarkt werden. (Ebenso
ergeht es Wissenschaftlern, die – außerhalb der Universität,
aber unter ihrem eigenen Namen – über Parapsychologie
publizieren. Auch dies wird als „Schande“ für die
Universität angesehen.)
Die Verfolgung setzte nicht auf einen Schlag ein, sondern erst nach
und nach. Während der 1970er Jahre riefen von Fanatikern irregeleitete
Politiker „Forschungsprogramme“ ins Leben, die das
zukünftige Klima ermitteln sollten. Nur Anhänger der
Erwärmungsphilosophie waren eingeladen, ganz gleich welchen Berufs,
darunter auch Geologen und (wieder!) Chemiker. Diese sogenannten
„Klimatologen“ sollten eine möglichst große Erwärmung
voraussagen, und tatsächlich kamen sie auf etwa 5 Grad pro
Jahrhundert. Diese Methode der „Klimaforschung“ wird noch
heute angewandt, und auch die Prognosen sind noch immer die gleichen,
obwohl die alten bereits fehlschlugen. (Übrigens hätte eine andere
Auswahl der Wissenschaftler keine bessere
Prognosezuverlässigkeit
gebracht, sondern nur andere Zahlen. Bei Langzeitprognosen der
komplexen Erdatmosphäre erzielt man die gleiche Zuverlässigkeit durch
Würfeln.) – Die Fanatiker propagierten dann die
„wissenschaftlichen“ Ergebnisse, um den Druck auf die
Gegner immer weiter zu erhöhen.
Wir haben ein interessantes Zeitzeugnis aus jener Übergangszeit. Oben
zitierte ich aus einem Buch des Meteorologen Heinz Fortak. Das
Zitierte stammt von 1971, aber 1982 schrieb er für die zweite Auflage
ein Nachwort, hauptsächlich über die neuen
„Forschungsprogramme“. Fortak versucht diese
positiv zu sehen, und gibt die Erwärmungsprognosen wieder, dann aber
bricht sein wissenschaftliches Ethos durch und läßt ihn den Leser vor
der „großen Zahl von Unsicherheiten“ in solchen Prognosen
warnen (S. 291). Er beschreibt die Computersimulationen der
Atmosphäre, dann aber betont er wieder, wie „stark
spekulativ“ „alle diese Aussagen“ sind (S. 293).
– Natürlich bezweifelten
nur Meteorologen die Zuverlässigkeit der Prognosen, denn nur sie
wußten von der Komplexität der Atmosphäre. Die Chemiker hatten keine
Zweifel, weil für sie die Erdatmosphäre dasselbe ist wie ein mit Luft
gefüllter Schuhkarton. Nachdem aber die Politiker, aus welchen Gründen auch
immer, dekretiert hatten, daß das Ergebnis die
„absolute Wahrheit“ ist, jede abweichende Meinung aber
„politisch unkorrekt“, mußten sich die Meteorologen
entscheiden, ob sie sich zur Erwärmungsphilosophie bekehren, oder
heroisch standhaft bleiben und dafür verfolgt und kaltgestellt werden
wollten.
Stellen wir uns vor, daß von fanatischen Kreationisten irregeleitete
Politiker „Forschungsprogramme“ ins Leben rufen, die
beweisen sollen, daß die Evolution falsch ist, und daß die Welt
buchstäblich in sechs Tagen erschaffen wurde. Wissenschaftler, die
nicht mitmachen, also fast alle Biologen, Geologen und Astronomen,
werden entlassen und durch Ideologen und Opportunisten ersetzt, die
nichts gelernt haben. Natürlich „beweisen“ diese
erfolgreich den Kreationismus, aber unter anderem gibt es dann keine
Erforschung der Mutation von Viren und Bakterien mehr, weil Mutation
zur Evolution gehört und damit „politisch unkorrekt“ ist,
und weil die Experten fehlen. Seuchen können die Menschheit
auslöschen, so wie der Klimatismus alles Leben auf der Erde durch
nukleare Verwüstung auslöschen kann. Auf die eine oder andere Weise
wird Pseudowissenschaft uns töten, wenn wir sie nicht stoppen.
F:
Gab es gar keine Meteorologen in
jenen Klima-Forschungsprogrammen?
A: Natürlich gab es sie. Nicht
alle Meteorologen haben genügend Skrupel, einer solchen Versuchung zu
widerstehen. Für ein nationales (oder sogar internationales)
Forschungsprogramm ausgewählt zu sein ist nicht nur eine große Ehre,
sondern auch sehr lukrativ, denn in solche Programme fließen große
Summen von Steuergeldern. Außerdem macht es großen Spaß, mit
Wissenschaftlern aller Art herumzusitzen, zu plaudern, Kaffee zu
trinken und mit Computern zu spielen. Es ist das
pseudowissenschaftliche Paradies. Wenn das Geld aufgebraucht ist, wird
das Ergebnis verkündet, das bereits von Anfang an festgelegt war. Und
das Beste: Im Gegensatz zu Wettervorhersagern müssen
„Klimatologen“ nie für ihre Prognosen geradestehen! Wenn
sie das Klima von, sagen wir, 2100 prophezeien, stehen die Chancen
gut, daß sie bis dahin allesamt verstorben sind. (Bitte beachten:
Diese Schilderung gilt nur für
pseudowissenschaftliche
„Forschung“. Es gibt genügend
wirklich wissenschaftliche
Forschung, die für uns alle wichtig ist.)
F:
Warum berührte der Schutz der
Ozonschicht nicht die Komplexität der Atmosphäre?
A: Dies bezieht sich auf eine
Bemerkung in der Rubrik
„Links“.
Die oben beschriebene Komplexität der Atmosphäre
betrifft nur die Troposphäre,
die unterste Schicht bis zu einer Höhe meist zwischen 10 und 15
Kilometern. Darüber liegt die
Stratosphäre, die die
Ozonschicht enthält. Diese war durch chemisch hochstabile Gase
bedroht, die hauptsächlich durch Spraydosen in die Atmosphäre
gelangten. Die Gase mußten vom Erdboden durch die Troposphäre hindurch
zur Ozonschicht wandern. Dabei wurden sie natürlich vom komplexen
Wetter beeinflußt, das ihren Transport verzögern oder beschleunigen
konnte. Aber es war sicher, daß sie
letztlich irgendwie die
Ozonschicht erreichen mußten, nämlich durch
Diffusion, die Tendenz jedes
Gases, eine konstante Konzentration über die gesamte Atmosphäre zu
erreichen. Anders gesagt: Während sie
vorübergehend durch die
Komplexität beeinflußt wurden, spielte diese
letztlich keine Rolle. Es gab
nie ein Anzeichen, daß sie auch die Troposphäre schädigen könnten.
Ihre Wirkung auf die Ozonschicht konnte wissenschaftlich verstanden
und auch im Labor simuliert werden. Nichts Komplexes ist daran, nur
einfache Physik und Chemie. Nachdem wir die Emission der Gase
drastisch reduziert haben, beginnt sich heute die Ozonschicht zu
erholen, aber das wird noch einige Zeit dauern, denn die stabilen
Gase verschwinden nicht so leicht. Da sie katalytisch reagieren,
werden sie bei ihrer „Arbeit“ nicht verbraucht.
Die Wirkung von CO2 dagegen kann weder verstanden noch simuliert
werden, denn es ist, wie ich oben zu beschreiben versuchte,
eingebunden in die komplexe Energetik der Atmosphäre (Troposphäre).
Angesichts von deren Unvorhersagbarkeit könnte der einzige plausible
Grund für eine Bekämpfung von CO2 die „grüne Ideologie“
sein, nach der alles, was
Menschen tun, übel ist. (Das schließt z.B. den Bau von Häusern ein.)
Gemäß dieser Ideologie wäre die Erde ein Paradies, wenn es nie
Menschen gegeben hätte. Aber das stimmt nicht: es gab Eiszeiten und es
gab die mittelalterliche Wärmeperiode, als es wärmer war als heute;
beide können wir nicht wirklich erklären. Immer gab es Stürme, Dürren,
Überschwemmungen, Vulkane, Erdbeben, Tsunamis und gelegentlich einen
Asteroiden. Ein „Paradies“ können wir das wohl kaum
nennen. – Das einzig Vernünftige, das wir tun können, ist, uns
auf Maßnahmen zu beschränken, die wir
wirklich verstehen –
statt blindem pseudowissenschaftlichen Aktionismus –, und dann
zu vertrauen, daß unser
Planet weiter für uns sorgt, was allerdings schwierig wird, wenn er
erst einmal radioaktiv verseucht ist.
Aber etwas, das wir erreichen
konnten, ist der Schutz der
Ozonschicht. Der Witz dabei ist, daß die Gase auch als
„Treibhausgase“ geführt werden. Anscheinend testen selbst
in einer Zeit der globalen Abkühlung Wissenschaftler (wahrscheinlich
Chemiker) Gase auf ihre „Treibhauseigenschaft“, d.h. die
Fähigkeit, Wärmestrahlung irgendeiner Wellenlänge zwischen 3 und 60
Mikrometer zu absorbieren. Dies scheint nun eine etablierte
Eigenschaft eines Gases zu sein, wie das spezifische Gewicht, nur ohne
jede praktische Anwendung.
F:
Welche Alternativen zur Atomkraft
haben wir auf lange Sicht?
A: Hier werden nur effiziente
Energiequellen besprochen. Das schließt z.B. Wind- und Solarkraft aus,
die ineffizient sind und nur propagandistische Bedeutung haben. (Nach
der Propaganda brauchen wir aufgrund dieser „grünen“
Energiequellen keine Kraftwerke mehr. Diese leicht zu widerlegende
Behauptung wird den Bau keines einzigen Atomkraftwerks verhindern.
Zudem schwächen die immensen Subventionen für diese (fast) nutzlosen
Spielzeuge unsere Wirtschaft, und die wachsende Zahl der
„Windmühlen“ verwandelt unsere letzten verbliebenen
Naturlandschaften in Industriegebiete.)
– Wir haben also heute die fossilen Brennstoffe, mit ihrem
gewaltigen aber doch begrenzten Vorrat, und mit ihrer angeblichen
Schädlichkeit für das Klima, und die Atomkraft mit ihrem für viele
Jahrtausende tödlichen Müll. In der Zukunft könnten wir die
Kernfusion haben, die wenig Strahlung und keinen Atommüll erzeugt, und
von der es zwei Varianten gibt: heiße und kalte. An der heißen Fusion
wurde jahrzehntelang erfolglos geforscht; ein neuer Versuch wird zur
Zeit in Frankreich unternommen. (Wir wissen, daß sie
prinzipiell funktioniert,
denn die Sonne benutzt sie.) Die kalte Fusion ist dagegen immer noch
rätselhaft: 1989 befand eine vom amerikanischen Energieministerium
einberufene Expertenkommission, daß „Kernfusion von der
behaupteten Art unvereinbar wäre mit dem gegenwärtigen Erkenntnisstand
und daß, falls sie tatsächlich nachgewiesen wäre, die Theorie in einer
unerwarteten Weise erweitert werden müßte“
(Wikipedia).
Anders gesagt: Die kalte Fusion scheint zwar zu funktionieren, aber
gemäß unserer heutigen Physik kann das gar nicht sein. –
Außerdem könnten wir in der Zukunft Energiequellen haben, die wir uns
heute noch gar nicht vorstellen können, so wie sich vor 100 Jahren
niemand die Atomkraft vorstellen konnte.
Um die kalte Fusion zu verstehen oder völlig neue Methoden zu finden,
muß sich unsere Physik weiterentwickeln. Seit dem Altertum neigen
Wissenschaftler zu der Annahme, in einer Zeit zu leben, in der die
Wissenschaft abgeschlossen ist. Als
Max Planck noch studierte,
riet ihm sein Professor davon ab, sich auf die theoretische Physik zu
verlegen, da bei dieser nichts mehr zu entdecken wäre. Planck hielt
sich nicht daran, sondern revolutionierte die Physik mit seiner
Quantentheorie. Einige Jahre vor seinem Tod riet Planck seinen
Fachkollegen zum Gegenteil: die Quantentheorie
nicht als das Ende der Physik
anzusehen, denn er wußte, daß die meisten genau das taten. In den 70
Jahren seitdem hat sich die Physik nicht wesentlich weiterentwickelt;
wir haben heute immer noch das Problem, daß Quantentheorie und
Allgemeine Relativitätstheorie nicht zusammenpassen. Alle Versuche,
eine „einheitliche Feldtheorie“ zu finden, scheiterten
bislang, abgesehen vielleicht von der
Heimschen Theorie,
die jedoch aus mehreren Gründen wenig beachtet wird.
Ein Grund ist, daß die Heimsche Theorie „zu revolutionär“
ist: Sie ist die erste physikalische Theorie, bei der Raum
(d.h. „Raum-Zeit“) und Materie nicht getrennt sind (in dem
Sinne, daß sich die Materie im Raum „befindet“). Statt
dessen sind sowohl Raum als auch Materie Manifestationen eines
zugrundeliegenden sechsdimensionalen Hyperraums. Laut den wenigen
damit befaßten Physikern löst die Theorie die Inkonsistenzen der
traditionellen Physik auf. Sei dem, wie ihm wolle: für mich ist
interessant, daß die Theorie als einzige auch verspricht, in einem
späteren Stadium Phänomene wie Telepathie zu erklären, die nach
jahrzehntelanger Forschung jenseits allen vernünftigen Zweifels (ca.
1:1 Milliarde) empirisch bewiesen ist. Das ist weniger ein Problem für
die Telepathie und verwandte Phänomene als vielmehr eines für unsere
Physik. Wissenschaft sollte immer versuchen, so viele Phänomene wie
möglich zu erklären. Je mehr natürliche Phänomene eine Theorie
erklären kann, desto näher ist sie an der Natur, und desto
wahrscheinlicher ist es, daß sie neue Technologien ermöglicht. Wir
sollten ziemlich beunruhigt sein darüber, daß so viele Phänomene
unserer gegenwärtigen Physik
direkt widersprechen, denn
das bedeutet, daß ihr Konzept von Raum, Zeit und Materie der Realität
widerspricht. Reduktionismus (der Ausschluß unbequemer Phänomene) mag
vorübergehend notwendig sein; als Dauerlösung rückt er Wissenschaft in
die Nähe von Pseudowissenschaft, deren Haupteigenschaft ja gerade die
Auswahl erwünschter Daten ist. Solche Phänomene einfach
„übernatürlich“ zu nennen ist eine billige Ausrede: genau
das sagen Eingeborene abgelegener Inseln über unsere Flugzeuge und
Autos.
Stellen wir uns nun vor, daß wir unzählige Atomkraftwerke bauen
– nicht aus wirklicher Not, sondern aufgrund der
pseudowissenschaftlichen Klimaphilosophie –, und 10 oder 20
Jahre später wird ein Durchbruch in einer neuen Energietechnologie
erzielt. Was können wir dann tun? Die Kraftwerke waren zu teuer, um
sie einfach abzureißen, und außerdem würde dies sogar mehr kosten als
der Bau, weil sie dann nuklear verseucht sind. Die deutschen
Steuerzahler wenden gegenwärtig viele Milliarden auf für die
Entsorgung eines alten Atomkraftwerks. (Wir zahlen auch viele
Milliarden für die Verlegung von Atommüll aus einem Salzbergwerk, das
von Wassereinbruch bedroht ist. Die Betreiber bezahlen nur den Bau der
Kraftwerke und kassieren für die Energie; Abriß und Atommüll
interessieren sie nicht. Atomenergie ist
scheinbar billig einerseits
deshalb, und andererseits, weil irregeleitete
Politiker besondere Steuern für die angeblich
„klimaschädlichen“ fossilen Brennstoffe erheben, im
Gegensatz zur „sauberen“ Atomkraft.) – So werden
also die unzähligen Kraftwerke weiter in Betrieb bleiben, und mehr und
mehr Atommüll anhäufen. Tausende zukünftiger Generationen müssen den
tödlichen Müll bewachen, verwalten und vor Naturkatastrophen und
Terroristen schützen, obwohl die Technologie, die ihn erzeugt hat, zu
diesem Zeitpunkt
bereits veraltet war.
Allerdings könnte es in einer fernen Zukunft, wenn sich trotz aller
Anstrengungen unsere Physik nicht weiterentwickeln kann und die heiße
Fusion nicht funktioniert, nötig werden, doch auf die Atomkraft
zurückzugreifen, da der Vorrat der fossilen Brennstoffe begrenzt ist.
Aber dies sollte wirklich der letzte
Ausweg sein, und nicht bloß aufgrund einer
pseudowissenschaftlichen Philosophie getan werden.
F:
Was kann ich tun?
A: Sie können die Botschaft
weitergeben, indem Sie diese Website anderen
empfehlen.
Je mehr Menschen über diese Dinge Bescheid wissen, desto weniger
wahrscheinlich ist es, daß die Atompläne
gelingen. Sie können einen Kommentar für diese Website schreiben oder
mir eine weitere Frage stellen. Wenn Sie Design oder Architektur
dieser Website nicht mögen, sagen Sie es mir.
Hier finden Sie eine
Adresse. Oder Sie können eine weitere Website eröffnen.
Wenn Sie selbst auf dem Gebiet recherchieren
möchten, seien Sie vorsichtig bei Quellen,
die nach 1980 verfaßt sind, denn viele von diesen, wenn nicht sogar
die meisten, sind reine Pseudowissenschaft. Hierzu ein Beispiel: Vor
einigen Jahren googelte ich „ice age“ (Eiszeit), klickte
auf den ersten Eintrag und war erstaunt, dort die astronomische
Eiszeithypothese kanonisiert zu finden. Die anderen wurden nicht
einmal mehr erwähnt! Die Theorie war so hübsch erklärt und
„bewiesen“, daß ich nichts Böses ahnte; ich glaubte
wirklich, dies sei nun die endgültige Lösung. Einige Wochen später
erfuhr ich zufällig, daß ich auf einer bekannten Website der
Klimatisten gewesen war! – Natürlich ist die astronomische
Hypothese keineswegs bewiesen, aber die Klimatisten propagieren sie,
weil sie uns glauben machen wollen, die Atmosphäre sei doch ziemlich
berechenbar. Was ist berechenbarer als astronomische Ereignisse? (Die
meisten Eiszeittheorien nehmen unvorhersagbare Ursachen an, wie etwa
die von A. T. Wilson einen
Eisausbruch in der Antarktis, der zu einem massiven Anwachsen des die
Sonne reflektierenden Packeises führt. Solche Theorien sind der
Alptraum aller Klimapropheten!) – Was ich also für das Ergebnis
neuesten wissenschaftlichen Fortschritts gehalten hatte, war nichts
als ideologische Propaganda. Das war meine erste Begegnung mit dem
Hardcore-Klimatismus, und so peinlich es ist, das zuzugeben: in diesem
Fall bin sogar ich auf Pseudowissenschaft hereingefallen, obwohl ich
das Phänomen Pseudowissenschaft schon lange kannte, und obwohl ich
Vorkenntnisse auf dem Fachgebiet hatte. – Diese Website enthält
mehrere Links zur Wikipedia, die im allgemeinen eine
zuverlässige wissenschaftliche Quelle ist. Doch das gilt nicht für
ideologisch belastete Themen. Da die Wikipedia hauptsächlich auf
Mehrheiten beruht, können fanatische Möchtegern-Experten die
wirklichen Experten (die sonst unter sich sind) leicht überstimmen.
Beim Klimatismus kommt hinzu, daß auch viele wirkliche Experten der
„politisch korrekten“ Meinung folgen, wider besseres
Wissen. Laut EIKE ist die
deutsche Wikipedia völlig in der Hand von Klimatisten. Sei dem, wie
ihm wolle: seit meinem obigen Erlebnis würde es mir niemals einfallen,
die Wikipedia zu diesem Thema zu befragen. (Zu Mehrheiten und
Demokratie mehr im nächsten Teil!)
Außerdem könnten Sie mir helfen, darüber nachzudenken, warum wir heute
so empfänglich sind für Pseudowissenschaft, und allgemein für
Ideologien. Warum sind wir so glücklich mit Dogmen und
„absoluten Wahrheiten“? Wie ist es möglich, daß ein
intelligenter Mensch wie
Al Gore, der mit 19 Jahren
von einem Ozeanographen (Roger Revelle) eine
Theorie über die Erdatmosphäre hört, diese Theorie jahrzehntelang mit
sich herumträgt, ohne sie je zu bezweifeln, und ohne je die
wirklichen Experten auf dem Gebiet zu fragen?
Oder – schlimmer noch – fragte er sie zwar, verwarf dann
aber ihre Antwort, um an seiner Ideologie festhalten zu können, indem
er behauptete, sie schlössen nur ihre Augen vor seiner
„unbequemen Wahrheit“? Könnte es sein, daß Revelle
charismatisch war wie ein Guru, mit durchbohrendem Blick, dem niemand
widerstehen konnte? (Ich vermute das, weil Gore sich später wie ein
Missionar benahm, der den unbändigen Drang hat, alle zu seiner
wunderbaren neuen Religion zu bekehren, von der er glaubt, daß sie die
Welt retten wird.) Brauchen viele von uns Ideologien, um sich daran
festzuhalten, weil sie ihre richtige (spirituelle) Religion aus den
Augen verloren haben?
Ich habe keine definitiven Antworten auf diese Fragen, aber eines weiß
ich sicher: Ideologie ist der Todfeind aller Wissenschaft.
(Wirkliche Religion nie: Max
Planck z.B. war tief religiös.) – Vor 400 Jahren sagten
Kopernikus, Galilei und Kepler, daß sich die Erde um die Sonne bewegt.
Der Papst sagte, daß sich die Sonne um die Erde bewegt. So oder so:
das Leben ging weiter, die Bauern pflügten ihre Felder und die
Menschen hatten zu essen. Sie konnten ohne weiteres den akademischen
Streit zwischen Galilei und dem Vatikan ignorieren. Heute ist das
völlig anders: Mit 7 Milliarden Menschen auf der Erde
brauchen wir die
Wissenschaft, um zu überleben. Wir können es uns einfach nicht mehr
leisten, in Ideologien zu schwelgen, sonst werden diese schließlich
uns alle töten.
F:
Ist diese Website nicht selbst
pseudowissenschaftlich, da sie sich an die allgemeine Öffentlichkeit
wendet?
A: In gewisser Weise ja. Doch
manchmal kann man Feuer nur mit Feuer bekämpfen. Nun, da der Schaden
angerichtet ist, und verzerrte wissenschaftliche Inhalte an die
allgemeine Öffentlichkeit durchgesickert sind, müssen wir uns auch an
sie wenden, um möglichst den Schaden zu beheben.
Allgemein können wissenschaftliche Inhalte nicht von der
Öffentlichkeit diskutiert werden, sondern nur unter Experten, die
etwas gelernt haben. Ein
Besucher dieser Website meinte, das Volk solle tatsächlich – wie
ich in der Rubrik
„Links“ scherzhaft
schrieb – die besten Experten wählen; dies sei demokratisch.
Wenn es jemals eine solche Wahl zum weltbesten Meteorologen geben
wird, so wird wahrscheinlich Al Gore gewählt, und zum
Weltklimapräsidenten ernannt werden. Freilich hat er nichts auf diesem
Gebiet gelernt, aber wen kümmert das, solange er populär ist? Von
seinem Thron aus wird er jede CO2-bezogene Entscheidung in der Welt
fällen. Die Wahl wird alles übertreffen, was wir je erlebt haben: Alle
politischen Parteien, Greenpeace, der World Wildlife Fund und andere
werden Milliarden von Flugblättern verteilen und unzählige Aufmärsche,
Konzerte und Fernsehshows für den „guten Zweck“
veranstalten. Die Menschen in aller Welt werden tapfer zusammenstehen
gegen eine chemische Substanz, und sehr stolz und glücklich sein.
Leider funktioniert Naturwissenschaft nicht auf diese Weise. Wäre
diese Methode während der letzten 400 Jahre angewandt worden, lebten
wir noch heute wie im Mittelalter. Naturwissenschaft beruht nicht auf
Popularität und Werbung, sondern auf
Wissen, und tatsächlich ist
sie eine Diktatur, keine Demokratie. Der Diktator ist die Natur
selbst. Wir können nicht darüber abstimmen, ob die Speiseröhre mit dem
Magen oder mit dem Knie verbunden ist; die Natur hat das entschieden.
Wir können es nicht ändern, selbst wenn jeder einzelne Mensch auf der
Erde es wollte. Wir müssen die Entscheidungen des „Diktators
Natur“ hinnehmen, aber wir können
lernen, sie zu verstehen, und
wir müssen jahrelang lernen,
um nur ein wissenschaftliches
Fachgebiet zu verstehen.
Vor etwa 50 Jahren schrieben ein Ozeanograph
(Roger Revelle) und ein
physikalischer Chemiker
(Hans Suess) einen
Artikel über die Absorption des
atmosphärischen CO2 durch die Ozeane. Sie hatten herausgefunden, daß
das CO2 nicht so leicht absorbiert wird, wie die Wissenschaftler bis
dahin glaubten, wodurch mehr CO2 in der Atmosphäre bleibt als
erwartet. Das war ihr Fachgebiet, und zweifellos war ihre Forschung
insoweit kompetent. Doch dann schlossen sie, dies verursache, gemäß
Svante Arrhenius, eine schreckliche Wärmekatastrophe. Das war
nicht ihr Fachgebiet, und war
auch nicht das von Arrhenius gewesen. Zudem waren 60 Jahre vergangen,
seit dieser seine CO2-Spekulation
veröffentlicht hatte. Die Meteorologie steckte am Ende des 19.
Jahrhunderts noch ziemlich in den Kinderschuhen.
Die Meteorologen der 1960er Jahre lasen den Artikel, kamen jedoch zu
einem anderen Schluß. Sie wußten einfach mehr
über die Erdatmosphäre als Arrhenius, Revelle oder Suess. Natürlich
kannten sie den „Treibhauseffekt“ von CO2 (der Grundwissen
ist), aber sie konnten ihn richtig einordnen zwischen vielem
anderen, von dem Revelle und Suess keine Ahnung hatten. Suess scheint
das Urteil der Experten akzeptiert zu haben, nicht jedoch Revelle. Als
ihm klar wurde, daß die Meteorologen seine Theorie ablehnten, wandte
er sich an Nichtwissenschaftler und Teenager, wie den 19-jährigen Al
Gore, der nichts über die Atmosphäre wußte, und daher jedes Wort
glaubte, das dieser berühmte Wissenschaftler sagte. Vielleicht wußte
er nicht einmal, daß Revelle eigentlich ein Ozeanograph war, der auf
einem Fachgebiet herumpfuschte, von dem er wenig verstand. Später
predigten Nichtwissenschaftler wie Gore anderen Nichtwissenschaftlern.
Eine pseudowissenschaftliche Sekte und Pseudoreligion war entstanden,
die nichts mehr mit Naturwissenschaft zu tun hatte, und die sich viel
schneller verbreitete als jede richtige Religion in der Vergangenheit,
dank moderner Kommunikationstechnologie.
Nun haben wir nur noch zwei Möglichkeiten: uns zurückzulehnen und zu
warten, bis die Natur den
Irrtum korrigiert durch eine Eiszeit, mit dem Risiko der nuklearen
Verwüstung in der Zwischenzeit, oder zu versuchen, ihn selbst zu
korrigieren, indem wir uns noch einmal an die irregeleitete
Öffentlichkeit wenden, auch wenn dies
prinzipiell das typische
Verhalten von Pseudowissenschaftlern ist.
Roger Revelle und seinesgleichen verstoßen nicht gegen den Kodex eines
Geheimbundes, sondern gegen den
wissenschaftlichen Geist,
indem sie Anerkennung bei Nichtwissenschaftlern suchen. Revelle war
selbst Wissenschaftler und Experte auf seinem Gebiet; er hätte es
besser wissen müssen. Was hätte er gesagt, wenn Nichtozeanographen
ozeanographische Theorien verbreitet hätten? Die einzige Erklärung für
sein pseudowissenschaftliches Verhalten, die mir einfällt, ist die
extreme Zukunftsangst, die er gehabt haben muß, und die sein klares
Denken trübte, zusammen mit seinem blinden Glauben an die Theorie
von Arrhenius.
F:
Was verursachte die globale
Erwärmung von einem halben Grad seit 1980?
A: Auf dieser Website werden
vier mögliche Ursachen erwähnt:
1) Natürliche Schwankung, wie die Eiszeiten oder die mittelalterliche
Wärmeperiode.
2) CO2 (die einzige Ursache, die Klimatisten akzeptieren).
3) Starke Abholzung, vor allem in den Tropen. (Siehe
hier.)
4) Mangelhafte Messung oder Betrug, d.h. das Halbgrad ist nicht real.
(Siehe hier.)
Ich persönlich bevorzuge keine dieser Hypothesen gegenüber den
anderen. Möglicherweise liegt die Wahrheit in einer Kombination von
zwei oder mehr von ihnen. Es kann auch noch weitere Hypothesen geben.
Der Klimatismus allerdings hat nichts mit dem Halbgrad zu tun. Die
einzige Verbindung zwischen beiden liegt darin, daß die
heutigen Klimatisten das
Halbgrad als Argument benutzen.
Roger Revelle lehrte den
Klimatismus lange vor dem Halbgrad; er brauchte es nicht, und es war
keineswegs ein halbes Grad, das ihm Sorgen machte, sondern eine viel
größere und fortgesetzte Erwärmung im Laufe der Zeit, beruhend auf der
CO2-Spekulation von
Svante Arrhenius. Revelles
Ängste wurden wahrscheinlich verstärkt durch die zunehmende allgemeine
Erkenntnis in den 1960er Jahren, daß die Menschheit den Planeten Erde
ernstlich schädigen kann. Tatsächlich spielten wir der Umwelt,
einschließlich der Atmosphäre, in den letzten 50 Jahren übel mit, was
einige dazu bewog, Zivilisation und Wissenschaft komplett zu
verdammen. Es war jedoch die Wissenschaft, die Abhilfe schaffen
konnte: Wissenschaft gab uns die Autokatalysatoren, und Wissenschaft
zeigte uns, wie wir mit dem sauren Regen fertig werden können.
Pseudowissenschaft dagegen hilft nie jemandem, außer manchmal den
Pseudowissenschaftlern, wie im Fall von
John C. Symmes, der im 19.
Jahrhundert durch seine Hohle-Erde-Theorie berühmt wurde. Bei
Pseudowissenschaft geht es nicht um die Natur, sondern um subjektive
Zustände, wie Angst im Fall
des Klimatismus, oder Wahnsinn
im Fall der hohlen Erde. Deshalb kann Pseudowissenschaft nicht dabei
helfen, die Natur zu handhaben.
Vor einiger Zeit gab es eine Schlagzeile: „Mehr CO2 als jemals
in den letzten 800000 Jahren!“ Na und? Es gibt heute auch mehr
Zahnbürsten auf der Erde als in den letzten 800000 Jahren. Das
bedeutet nichts, solange wir nicht fest an die
meteorologischen Folgerungen von
Nichtmeteorologen aus der Spekulation von Arrhenius glauben. Niemand
kannte diese Theorie, bevor das CO2 auffällig wurde; heute gibt es
eine Webseite „The Legacy of Svante Arrhenius“, also sein
„Vermächtnis“, so als hätte der Erforscher der
Elektrolyse in seinem Leben nichts geleistet als diese Spekulation. Es
gibt wohl Tausende wissenschaftliche Spekulationen aus den letzten 400
Jahren. Es wird kaum hilfreich sein, wenn wir, sobald uns etwas in der
Umwelt auffällt, die gesamte Wissenschaftsgeschichte nach passenden
Spekulationen durchsuchen. – Natürlich verändern wir den
Planeten, indem wir Häuser bauen, das CO2 erhöhen usw. Wir haben ein
Recht dazu: wir sind Teil der Evolution und des Universums ebenso wie
Vulkane und Asteroiden, die den Planeten auch verändern. Welchen Sinn
macht es, zwischen „natürlichen“ und
„künstlichen“ Veränderungen zu unterscheiden? Wir haben
uns diese Unterscheidung erst im letzten halben Jahrhundert angewöhnt.
Wichtig ist, daß, wenn eine
wirkliche Gefahr jeglicher
Art besteht, Wissenschaft uns helfen kann, Pseudowissenschaft aber
nicht. Wissenschaft half uns gegen den „künstlichen“
sauren Regen, und sie schützt uns ebenso vor den
„natürlichen“ Vulkanen, indem sie die Eruptionsprognosen
verbessert.
Aber was das Halbgrad angeht, können nicht einmal die fanatischsten
Klimatisten ernsthaft glauben, daß es gefährlich ist. Sie benutzen es
gern als Argument für ihren Zweck, doch was sie befürchten,
ist die gewaltige Erwärmung, die sie von der Theorie des Arrhenius
ableiten, eine Erwärmung, die nie wirklich stattfand, an die sie aber
fest glauben. Entsprechend verkündeten sie, nachdem kürzlich eine
globale Abkühlung gemeldet wurde, prompt, diese könne nur
vorübergehend sein, und danach folge eine desto schlimmere Erwärmung.
Der Klimatismus ist eine Ideologie, die völlig immun gegenüber der
Realität ist. Das meinte ich, als ich
schrieb, diese Ideologie werde
fortbestehen bis weit in die nächste Eiszeit hinein.
(Realitätsverweigerung ist ein häufiges Merkmal von Pseudowissenschaft:
Es gibt noch heute Anhänger der hohlen Erde, die alle
Satellitenbilder für gefälscht erklären, weil sie die angeblichen
Öffnungen an den Polen der Erde nicht zeigen. Vgl.
hier.)
– Der Klimatismus ist nur erfolgreich, weil er uns an einem
schwachen Punkt trifft: der Umwelt. Wir alle wollen sie heute
schützen, aber wenige bemerken den grundlegenden Unterschied zwischen
dem Klimatismus und allen anderen Maßnahmen (wie z.B. den
Autokatalysatoren): Sie alle beruhen auf solider wissenschaftlicher
Forschung, während der Klimatismus einzig auf pseudowissenschaftlichen
Folgerungen aus einer historischen Spekulation beruht. Nur solide
wissenschaftliche Erkenntnis kann der Umwelt wirklich helfen.
F:
Fukushima ist nicht so gefährlich,
wo ist also das Problem?
A: Zunächst möchte ich
betonen, daß alles auf dieser Website, außer dem folgenden,
geschrieben wurde vor der
furchtbaren Katastrophe in Japan, von der der nukleare Unfall in
Fukushima nur ein kleiner Teil ist.
Grundsätzlich sind Unfälle wie Fukushima oder Tschernobyl nicht das
eigentliche Problem bei der Atomkraft. Sie sind nur die winzige Spitze
eines gigantischen Eisbergs, nämlich dem Atommüll. Dieser gefährliche
Müll ist millionen- oder
milliardenmal so viel, wie zu irgendeinem Zeitpunkt in einem
Atomkraftwerk gelagert ist, und er gibt viele tausend Jahre lang
tödliche Strahlung ab. In Deutschland wird er in Salzbergwerken
vergraben. Ein paar Kilometer unter diesen Bergwerken fließt glühendes
Magma. Niemand weiß, wann an diesem Ort ein Vulkan sein wird (obwohl
gutbezahlte Geologen uns versichern, dies sei unmöglich). Wenn das
passiert, und die Menschheit den Müll vergessen hat (was wissen
wir von den Löchern, die die
alten Ägypter gegraben haben?) oder ihn nicht rechtzeitig wegräumen
kann, wird ein großer Teil des Mülls in die Atmosphäre geblasen, was
alle Diskussionen über das Klima (oder irgend etwas) beenden wird,
weltweit und endgültig. Das
ist das eigentliche Problem.
In meinem alten Physikbuch von der Schule, in dem die Atomkraft gelobt
wird, heißt es, die Salzbergwerke seien nur vorübergehend, und die
endgültige Entscheidung über eine wirkliche Lösung stehe noch aus.
Damals trübte die Begeisterung über eine neue Energiequelle den Blick
vieler Wissenschaftler. – Die endgültige Entscheidung kam nie,
weil es keine wirkliche Lösung gibt. Unterdessen häuft sich immer mehr
Müll in den Bergwerken an, weil den meisten von uns die Zukunft des
Planeten egal ist, auch den Klimatisten, trotz ihres ständigen Geredes
von unserer „Verantwortung für künftige Generationen“. Nur
wenn alle 25 Jahre ein nuklearer Unfall passiert, ist die
Öffentlichkeit schockiert, um es kurz darauf wieder zu vergessen.
Im letzten Teil schrieb ich, wir hätten das Recht, den Planeten zu
verändern. Dies gilt jedoch nicht für lang anhaltende Veränderungen,
deren Gefährlichkeit
wissenschaftlich bewiesen
ist. Unsere Experten können mit hoher Präzision die Arten und Beträge
der Strahlung berechnen, die unser Atommüll zu einem beliebigen
Zeitpunkt in der Zukunft abgeben wird. Das ist völlig anders beim
zukünftigen Klima: Hier wissen die Experten so
gut wie nichts, nur einige Laien
glauben, alles zu wissen.
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